Tirol ist für Sommer gerüstet, Platter ortet Optimismus

Tourismus sei in Österreich als Wertschöpfungs- und Jobmotor nicht wegzudenken, Tirols Landeshauptmann Platter ortet Optimismus.

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Tirol fühlt sich bereit, Gäste im Sommer zu empfangen. Der Tiroler Tourismus soll künftig nachhaltig sein, Fehlentwicklungen sollen unterbunden werden.
© Böhm

Innsbruck – Kurz vor den Öffnungen von Gastronomie und Hotellerie am 19. Mai betonte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) in einem „Online-Comeback-Talk“ die wirtschaftliche Bedeutung des Fremdenverkehrs für Österreich. In der Corona-Krise sei deutlich geworden, wie wichtig ist es sei, „Kräfte zu bündeln“. Gewünscht wird ein Zusammenrücken, denn „Bergregionen in Schladming oder im Ötztal haben dieselben Probleme“.

Köstinger betonte auch, dass Tourismus nicht nur Hotels seien, sondern auch die Friseurin, der Bäcker oder der Fleischer in der Gegend. Ebendies sei während der Pandemie ganz klar geworden. Zudem will sie Österreich zur „Kulinarik-Region“ machen.

Zugeschaltet war auch der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP). Er ortet positive Stimmung im Land, – trotz des Totalausfalles der Wintersaison. Tirol sei bereit für die Gäste, es gebe genügend Testkapazitäten, um „eine ordentliche Sommersaison zusammenzubringen“, sagte Platter. Der „Tiroler Weg“ im Tourismus werde derzeit adaptiert, aber „sicher nicht neu erfunden“. „Fehlentwicklungen sollen jedoch unterbunden werden.“ Tirol setze auf Regionalität, „die Leute sollen sich wohlfühlen“. Der Landeshauptmann will touristisch den Fokus auf Familienbetriebe setzen, „Nachhaltigkeit soll im Tiroler Weg implementiert werden“. Platter betonte, dass es nicht um Nächtigungsrekorde im Tiroler Tourismus gehe, sondern um Qualität und Wertschöpfung.

Ebenfalls wichtig für den Neustart im Tourismus nach dem Corona-Winter sei die Tourismusgesinnung der Bevölkerung, so Köstinger. Vor der Corona-Pandemie sei es wegen zu viel Tourismus zu Ablehnung gekommen. (ver)


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