Dringliche Anfrage zur HG Pharma eingebracht: Platter soll Auskunft geben

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Im Herbst des Vorjahres hat das Land Tirol den Auftrag direkt an das Testlabor Lab Truck vergeben. Nächste Woche im Landtag soll LH Platter Auskunft darüber geben.
© HG Lab Truck

Innsbruck – Aufgehoben ist nicht aufgeschoben: In der Sondersitzung des Tiroler Landtags am Dienstag beantwortete Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler (VP) die SPÖ-Anfrage zur Auftragsvergabe ohne Ausschreibung an den „Lab Truck“ von HG Pharma. Rund um Firmengründer Ralf Herwig gibt es viele Ungereimtheiten, das Land hat in der Vorwoche die Zusammenarbeit mit ihm beendet, die Befundungen der ausgewerteten PCR-Tests nimmt bis zum Auslaufen des Vertrag das Institut für Virologie der Medizin-Uni Innsbruck vor. Für Aufregung sorgten auch falsche Zuordnungen zur britischen Fluchtmutante, die Qualität der Tests wird aber nicht in Zweifel gezogen.

Der Acht-Millionen-Auftrag (Umsatz) an die HG Pharma wird nächste Woche im Mai-Landtag allerdings neuerlich Thema sein. Die Opposition fordert seit Tagen vom Land die Herausgabe des Vertrags, Ralf Herwig hätte damit kein Problem. Zugleich bringt Liste-Fritz-Parteichefin Andrea Haselwanter-Schneider dazu eine dringliche Anfrage an Landeshauptmann Günther Platter (VP) ein. Unterstützt wird sie von ihren Oppositionskollegen von SPÖ, FPÖ und NEOS.

Zehn Fragen werden darin der schwarz-grünen Landesregierung gestellt – u. a., wer das Engagement mit Ralf Herwig wann und in welcher Form angebahnt habe. Diskussionen gibt es auch darüber, ob die HG Pharma überhaupt die fachliche Qualifikation für die Durchführung der PCR-Tests hat. Herwig sagt ja, die Opposition hakt dennoch nach: „Können Sie garantieren, dass Ihr Vertragspartner HG Pharma zu jeder Zeit über die technische und fachliche Eignung zur Auswertung der mehr als 200.000 PCR-Tests verfügt hat?“, fragen Liste Fritz, SPÖ, FPÖ und NEOS Landeshauptmann Günther Platter. (pn)


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