Verstärkte Lkw-Kontrollen in Tirol: Polizei hielt 18 Lenker von Weiterfahrt ab

Von 276 überprüften Schwerfahrzeugen gab es bei 83 diverse Beanstandungen, berichtet die Polizei. 18 Fahrer durften gar nicht weiterfahren, zwei Fahrzeugen wurden die Kennzeichen abgenommen.

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(Symbolfoto)
© Rudy De Moor

Innsbruck – Am gestrigen Dienstag hieß es für Lkw-Fahrer in Tirol viel Geduld bewahren. Die Polizei führte den ganzen Tag über, zwischen 9 und 17 Uhr, eine Schwerpunktkontrolle durch. Kontrolliert wurden Fahrzeuge auf den Hauptverkehrsrouten wie der Inntalautobahn, der Brennerautobahn und der Arlberg Schnellstraße ebenso wie auf dem sogenannten sekundären Straßennetz wie der Fernpassstraße, Reschenstraße, Loferer Straße, Drautalstraße, Seefelder Straße, Tiroler Straße, Zillertalstraße und Achenseestraße.

276 Fahrzeuge wurden von der Polizei, darunter Spezialisten aus dem Bereich Technik, Güterverkehr und Gefahrgut, mit Unterstützung von Technikern des Amtes der Tiroler Landesregierung und dem technischen Prüfzug der ASFINAG überprüft.

Sozialvorschriften, Alkoholverbot und Technik im Fokus

Im Fokus standen dabei die Einhaltung der EU-Sozialvorschriften (Lenk- und Ruhezeiten und die Alkoholbestimmungen bezüglich der Lenker), die Beladung der Schwerfahrzeuge (insbesondere Ladungssicherung), der technische Zustand, die Ausrüstung der Fahrzeuge, das mitgeführte Transportgut (z.B. Gefahrgüter) und die Bestimmungen des Güterbeförderungsgesetzes. Dabei wurden einige Übertretungen festgestellt.

Bilanz der Schwerpunktaktion

  • 276 Schwerfahrzeuge kontrolliert
  • bei rund 83 Fahrzeugen wurden verschiedenste Übertretungen festgestellt
  • 18 Fahrzeuglenkern wurde vorübergehend die Weiterfahrt untersagt
  • 2 Kennzeichen wurden abgenommen

Folgende Übertretungen wurden festgestellt und den jeweils zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden zur Anzeige gebracht:

  • 85 Übertretungen bez. Lenk- u Ruhezeiten
  • 21 Übertretungen bez. Gewichtsüberschreitungen
  • 6 Übertretung bez. fehlender oder nicht ausreichender Ladungssicherung
  • 51 Übertretungen bez. technischer Mängel (Bereifung, Radlager, mangelhafte Bremswirkung, Beleuchtungsmängel, usw.)
  • 4 Übertretungen bez. Gefahrgut
  • 20 Sonstige Übertretungen (gewerberechtliche Vorschriften, Ausrüstung, Gurtpflicht, usw.)

Zusätzlich zu den oben angeführten Übertretungen wurden laut Polizei 30 Anzeigen und 71 Organstrafverfügungen wegen sonstigen Verkehrsübertretungen erstattet bzw. eingehoben. Bei 62 ausländischen Verkehrsteilnehmern musste eine Sicherheitsleistung eingehoben werden. Alle Lenker wurden auf Alkohol getestet. Keiner von ihnen war alkoholisiert unterwegs.

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18 Fahrzeuge durften nach Anpassungen weiterfahren

Je nach Art oder Schwere des Mangels wurden die Lenker jener Fahrzeuge, die mangelhaft waren entweder der Behörde zur Anzeige gebracht oder eine Organstrafverfügung eingehoben. 18 Fahrzeuge durften erst nach Herstellung des gesetzmäßigen Zustandes wieder auf der Straße mit öffentlichem Verkehr verwendet werden, bei zwei Fahrzeugen wurde die Kennzeichen abgenommen. (TT.com)


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