Für Stigger oder Mitterwallner geht es von Nove Mesto in den Tokio-Flieger

Showdown im Olympia-Kampf: Die Mountainbiker rittern um die Tickets. Dabei stünden Österreich aktuell zwei Plätze für Stigger und Mitterwallner zu.

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Nach dem starken Rennen in Albstadt startet die Haimingerin Laura Stigger ebenso wie Charly Markt heute im Short-Track-Bewerb.
© Ceverny

Von Roman Stelzl

Nove Mesto – Wer so viel Erfahrung mitbringt wie Charly Markt, der schaut weniger auf Wetterkarten, sondern hört lieber auf seinen Instinkt. „Es regnet viel, die Prognose ändert sich ständig“, sagt der 41-jährige Mountainbiker aus Haiming beim Blick aus dem Fenster, „aber die Strecke hier in Nove Mesto ist wetterfest, das sollte kein Problem sein.“

Es wäre wünschenswert. Wer die Bilder von der WM 2020 in Leogang und der österreichischen (Schlamm-)Meisterschaft am Zanzenberg im Kopf hat, weiß, dass zu viel Regen ein Cross-Country-Rennen schnell zur Lotterie machen kann. Und genau das soll beim Weltcup im tschechischen Nove Mesto (ab heute) verhindert werden, geht es doch im österreichischen Lager so spannend und hochklassig zu wie noch nie. Mit Laura Stigger und Mona Mitterwallner rittern zwei Damen um einen Platz, die beide in Tokio (23.7.–8.8.) Medaillen-Kandidatinnen wären. Zudem haben drei Tiroler Herren noch die Chance, mit einem starken Resultat die anderen auszustechen.

Dreikampf: Der St. Johanner Max Foidl, der Haiminger Charly Markt und der Roppener Gregor Raggl machen sich am Sonntag im Elite-Rennen den Platz untereinander aus. Und weil die beiden B-Limits (Top 25) von Foidl aus dem Vorjahr vom Verband (ÖRV) nun mit einem Ablaufdatum versehen wurden, haben Markt und Raggl noch die Chance auf Tokio. Voraussetzung sind die Top 25. Oder? „Keine Ahnung“, sagt Markt, vergangene Woche als klar bester Österreicher 30., „ich möchte das Beste rausholen, dann schauen wir weiter.“

Zweikampf: Der Stichtag der Olympia-Qualifikation ist am Montag. Dann will die Haimingerin Stigger schmunzelnd zurückblicken und sagen, ich wusste es doch gleich. Denn mit drei A-Limits im Gepäck, das letzte gab es am Sonntag als Achte von Albstadt, kann die 20-Jährige schon zwischen Fenster- und Gangplatz wählen. Wäre da nicht die Silzerin Mitterwallner, die bombenstark fährt und die in der Vorwoche bei ihrer Premiere die U23-Klasse dominierte.

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Kurios: Österreichs Damen fahren heuer so stark, dass sie im Nationenranking auf Rang sieben liegen. Damit würde es zwei Olympia-Startplätze für Stigger und Mitterwallner geben. Nur wurde diese Wertung 2020 eingefroren und erst jetzt aufgetaut. Zu spät.


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