Bisher 387.000 Corona-Impfungen in Tirol, mehr als 35 Prozent mit einem Stich

In Tirol haben sich bereits 35,3 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Teilimpfung der Corona-Schutzimpfung geholt. 15,8 Prozent sind bereits vollständig immunisiert – entweder durch zwei Impfungen mit Moderna, BioNTech/Pfizer und AstraZeneca oder durch eine Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson.

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Österreichweit wurden bereits 37,93 Prozent der "impfbaren" Bevölkerung mindestens einmal geimpft.
© GEORG HOCHMUTH

Innsbruck – Bereits 387.000 Mal haben in Tirol Ärztinnen und Ärzte angesetzt, um eine Corona-Impfung zu verabreichen. 119.500 Mal davon handelte es sich bereits um die Zweitimpfung. Damit sind 35,3 Prozent der Tirolerinnen und Tiroler mindestens einmal geimpft, 15,8 Prozent sind vollimmunisiert. Das Land Tirol zog am Freitag in einer Aussendung Zwischenbilanz.

Österreichweit sind indes am Donnerstag 30.790 Impfungen hinzugekommen, heißt es im Dashboard des Gesundheitsministeriums. Damit wurden 3,88 Millionen Impfungen verabreicht, was zumindest eine Impfung für 37,93 Prozent der "impfbaren" Bevölkerung bedeutet. In dieser Zahl sind Personen, die aufgrund ihres Alters derzeit nicht geimpft werden können, abgezogen.

Risikopatienten und Ältere werden noch immer vorgezogen

Derzeit würde die Impfung in Tirol schrittweise für Personen unter 65 Jahren geöffnet, abgestuft nach dem Alter. Weiterhin würden noch nicht geimpfte Personen über 50 Jahre sowie Risikpatientinnen und Patienten prioritär geimpft, auch wenn sie sich erst jetzt anmelden, so Gesundheitsdirektor Thomas Pollak.

Für die Impfungen in den öffentlichen Impfzentren am kommenden Wochenende bzw. Anfang der kommenden Woche seien rund 12.000 Termine vergeben worden. Die Impfeinladungen erfolgen gemäß dem Tiroler Impfplan. Gleichzeitig impft auch die niedergelassene Ärzteschaft in ihren Ordinationen. Die Termine werden dabei individuell mit den PatientInnen koordiniert.

Anmeldung per Internet

Das Land Tirol ruft impfbereite, noch nicht vorgemerkte Personen einmal mehr dazu auf, sich schnellstmöglich für eine Impfung unter www.tirolimpft.at anzumelden. Bis dato haben sich seit Bestehen der Plattform insgesamt rund 307.000 Personen über die Homepage für eine Impfung angemeldet.

Hat man eine Einladung zur Impfung in einem Impfzentrum erhalten (Impftermine bei ÄrztInnen werden individuell über die jeweilige Ordination vergeben), muss der Impftermin über die persönliche Seite auf der Plattform innerhalb von 48 Stunden bestätigt werden. Wichtig ist es, die Bestätigung im System vorzunehmen – die Termineinladung vorzuweisen oder eine Antwort per E-Mail reicht nicht aus.

Urlaub kein Grund für Verschieben des Impftermins

Bestätigt werden bei Zweifach-Impfstoffen (BioNTech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca) jeweils beide Termine. Kann ein Termin nicht wahrgenommen werden, ist die Einladung abzulehnen, erinnert das Land Tirol. Eine weitere Einladung folgt. „Bestätigte Termine sind verbindlich wahrzunehmen und können nur bei Vorliegen triftiger Gründe – beispielsweise Krankheit, Operationen oder unaufschiebbare Termine wie ein Gerichtstermin – in Ausnahmefällen verschoben werden. Ein Urlaub zählt daher nicht als triftiger Grund", mahnt Gesundheitsdirektor Pollak. Man solle also gleich prüfen, ob beide Termine wahrgenommen werden können. Lehnt man die Einladung ab, kann man möglichst zeitnah mit einer neuen Einladung rechnen.

Die Gründe für eine Verschiebung der Termine im Ausnahmefall müssen gegebenenfalls glaubhaft gemacht werden – ebenso eine Risikogruppen- oder Berufsgruppenzugehörigkeit, die zu einer priorisierenden Impfung führen. Beim Einfach-Impfstoff Janssen von Johnson&Johnson wird ausschließlich ein Termin übermittelt, welcher ebenfalls innerhalb von 48 Stunden über das System bestätigt werden muss.


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