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Wegen HG Pharma dürfte das Land Tirol die Justiz einschalten

Befundungen der PCR-Tests wurden laut Gutachten ordnungsgemäß durchgeführt. Trotzdem viele Ungereimtheiten rund um Laborleistungen.

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Das Land hat die Zusammenarbeit mit HG-Pharma-Geschäftsführer Ralf Herwig in der Vorwoche aufgekündigt, jetzt wird offenbar eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft vorbereitet.
© Böhm

Innsbruck – Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) wird im Vorfeld des Mai-Landtags am Montag die Landtagsklubs über die Vorgänge rund um das Test-Labor „Lab Truck“ der HG Pharma informieren. Schließlich stellen die Oppositionsparteien dazu eine Dringliche Anfrage an den Regierungschef. Das Land hat im Herbst einen Auftrag von rund acht Millionen Euro direkt an „Lab Truck“ vergeben. Wie es heißt, wurden alle Leistungen – auch an andere Test-Labore – damals ohne Ausschreibung zugeteilt.

Die Qualität der seit Ende September von „Lab Truck“ rund 200.000 durchgeführten PCR-Tests wird von Experten nicht angezweifelt. Die Qualität der Proben sei sehr gut, die Zusammenarbeit mit „Lab Truck“ funktioniere am besten in ganz Österreich, teilte etwa in der Vorwoche das Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der Akademie der Wissenschaften mit. Trotzdem: Rund um Firmengründer Ralf Herwig gibt es zahlreiche Ungereimtheiten.


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