US-Botschaft in Kabul warnt vor Gewalt nach Feiertagen

Nach dem Ende der Eid-Feierlichkeiten kam es in Afghanistan in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Gewaltausbrüchen. Die radikal-islamischen Taliban hatten für die Feiertage eine Waffenruhe verkündet.

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Muslime feiern in Afghanistan derzeit das Ende des Fastenmonats Ramadan mit den so genannten Eid-Feierlichkeiten.
© WAKIL KOHSAR / AFP

Kabul – Die US-Botschaft in Kabul hat vor einer Zunahme von Gewalt nach den Eid-Feiertagen in Afghanistan gewarnt. In der Vergangenheit sei es nach den dreitägigen Feierlichkeiten zum Ende des Fastenmonats Ramadan vermehrt zu Gewalt gekommen, hieß es in einem Sicherheitshinweis am Samstag, dem letzten Tag der Eid-Feiertage.

Die militant-islamistischen Taliban hatten für die Feiertage eine dreitägige Waffenruhe verkündet. Zu einem Anschlag auf eine Moschee am Freitag nördlich der Hauptstadt Kabul mit mindestens zwölf Toten hat sich zunächst niemand bekannt.

Die Botschaft forderte US-Bürger zu besonderer Vorsicht an Orten auf, an denen sich üblicherweise viele Menschen versammelten. Zudem wurde vor Entführungen von Ausländern sowie Angriffen auf Orte wie Hotels, Wohngebäude, Sicherheitskontrollpunkte sowie staatliche Einrichtungen und Flughäfen gewarnt. Angesichts der angespannten Sicherheitslage in Afghanistan hatte das US-Außenministerium im April den Abzug von Diplomaten aus Kabul angeordnet, die ihre Aufgaben von einem anderen Ort aus erfüllen können.

Zuletzt gab es in Afghanistan schwere Gefechte. Mit Beginn des offiziellen Abzugs der US- und Nato-Truppen am 1. Mai haben die Taliban Offensiven in mehreren Provinzen gestartet. Die Sicherheitskräfte versuchten, diese Angriffe abzuwehren, was teils auch gelang. Allerdings fielen zwei Bezirke an die Islamisten. Beide Seiten erklärten, dem Gegner in den jüngsten Kämpfen schwere Verluste zugefügt zu haben. (dpa)

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