Verena Pötzl: „I bin in meiner Mittn“

Verena Pötzl hat es geschafft: Vom Anti-Popstar wider Willen auf „ihre“ große Theaterbühne.

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Verena Pötzl: „Ich habe a bissl Zeit gebraucht und gesucht. Jetzt habe ich mich gefunden und bin rundum glücklich.“
© Kaser

Von Hubert Trenkwalder

Innsbruck – Die positive Spannung beim Ensemble ist spürbar, die Vorfreude riesig. Im Tiroler Landestheater feiert am 20. Mai – endlich vor Pu­blikum – die Komödie „Der süßeste Wahnsinn“ Premiere. Und mitten drin eine ganz besondere Tirolerin – Verena Pötzl.

„Ich bin in dieser Verwechslungskomödie als Klatschreporterin Dora del Rio zu sehen, und wir hatten bei den Proben schon so viel Spaß, echt ein Wahnsinnsteam“, erzählt die 43-jährige Ex-Starmania-Siegerin voll Euphorie und rundum happy.

Doch da gab es andere Zeiten. Der Überraschungssieg bei Starmania 2004 (ja, so lange ist das her!) traf Verena damals völlig unvorbereitet. „Mich hat es da echt weggespült, ich habe schnell gemerkt, ich kann das nicht sein, was alle von mir erwarten.“

Am 20. Mai startet „Der süßeste Wahnsinn“.
© Gufler

Nach zwei Jahren in Wien kam es zu einem Plausch mit Austropop-Legende Georg Danzer. „Mädl, geh ham und moch, was di glücklich macht“, hat der Schurli ihr damals geraten. „Und genau das hab’ ich dann auch gemacht. Zurück zum Start wie beim DKT.“

Wie aus dem Nichts kam dann 2014 der Anruf der Operndirektorin des Tiroler Landestheaters Angelika Wolff und die Einladung zu einem Casting. „Ich hab’ mich da hingestellt – keine Noten dabei – und was von Led Zeppelin geträllert. Mir war klar, von denen hör’ ich nie mehr was.“ Eine Woche später hatte Verena das erste Engagement in der Tasche, dem noch viele folgen sollten.

„Ich bin jetzt in meiner Mitte, ein glücklicher Mensch“, beschreibt sich die junge Frau selbst. Auch auf das Live-Comeback nach Corona mit ihrer B.Streetband (www.streetband.at), einer der besten Coverbands Tirols, freut sich Verena „wie verrückt“ – man kann gar nicht anders, als sich mitzufreuen. Und irgendwie hat man das Gefühl, auch der Schurli – Gott hab’ ihn selig – hätte heute seine wahre Freude an diesem authentischen Tiroler Mädl.


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