E-Autos künftig mit EU-Batterien

Um die gegenwärtige Abhängigkeit von asiatischen Lieferanten zu brechen, hat die EU deshalb eine Europäische Batterieallianz ins Leben gerufen.

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Für E-Autos benötigt Europa eigene Batteriewerke.
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Von Reinhard Fellner

Brüssel, Wolfsburg – Bis 2030 will man weltweit bereits 220 Millionen Elektroautos verkauft haben. Keine guten Nachrichten für Europa und dessen Autohersteller, wenn man weiß, dass die Batterie den größten Teil der Wertschöpfung eines E-Autos ausmacht.

Um die gegenwärtige Abhängigkeit von asiatischen Lieferanten zu brechen, hat die EU deshalb eine Europäische Batterieallianz ins Leben gerufen. Sie soll den Aufbau von Produktionsinfrastruktur für Autobatterien in Europa vorantreiben. Um den gesamten Bedarf an E-Auto-Akkus für Europa abzudecken, wären laut Berechnungen der EU zehn bis 20 Batteriefabriken vom Volumen der Tesla-Giga-Fabriken nötig. Bislang betreibt einzig Nissan in England ein Werk von ähnlichen Dimensionen.

Jetzt gab jedoch Volkswagen am Freitag seine Pläne für Europa bekannt. So wollen die Wolfsburger bis 2030 laut Volkswagen-Chef Herbert Diess sechs Batteriefabriken in Europa hochziehen. Den Anfang macht das Werk Salzgitter, vor einem weiteren schwedischen Standort. Zusammen mit Volkswagens US-Batteriepartner Quantumscape geht es um die Herstellung von so genannten Feststoffbatterien, eine Weiterentwicklung der gängigen Lithium-Ionen-Akkus für Elektroautos.

Zunächst dreht sich das Vorhaben um eine Pilotlinie zur Erprobung der Technologie mit einer jährlichen Produktionsleistung von einer Gigawattstunde (bis zu 60 geplant) an Stromspeichern. Feststoffbatterien sollen perspektivisch eine höhere Energiedichte erreichen und damit eine höhere Reichweite von Elektroautos möglich machen, zudem soll das Laden deutlich beschleunigt werden.

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