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Tiroler Bauernbund schließt unabhängige Bauern aus

Die Kammerwahl hat jetzt Konsequenzen für die Unabhängigen Bauern. Sie haben zwei Mandate erreicht, die Funktionäre wurden vom Bauernbund ausgeschlossen.

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NR Josef Hechenberger (l.) wurde als Bauernkammerpräsident wiedergewählt, Alfred Enthofer jetzt ausgeschlossen.
© Kamwemr/Pixner

Von Peter Nindler

Innsbruck – In den Statuten des ÖVP-Bauernbunds ist es so festgelegt, jetzt hat die Bundesvorstehung der ÖVP-Bauern Ernst gemacht: Die Kammerräte des Unabhängigen Bauernverbands, der bei der Landwirtschaftskammerwahl im März auf Anhieb zwei Sitze in der Vollversammlung erreichte, obwohl er nur in den Bezirken Schwaz und Kufstein angetreten ist, wurden ausgeschlossen. Die rund 50 Unterstützer auf den jeweiligen Listen hatten bis gestern Zeit, sich von den Unabhängigen Bauern abzuwenden, wenn sie eine schriftliche Erklärung abgeben, dass sie Bauernbundmitglied bleiben möchten, die Vereinsziele weiter mittragen würden und keine für den Bauernbund nachteilige Maßnahmen setzen werden. Ansonsten müssten auch sie gehen.

„Die schriftliche Erklärung wird meines Wissens aber niemand abgeben, ich verstehe die Vorgangsweise des Bauernbundes nicht“, sagt der Sprecher der Unabhängigen Bauern Alfred Enthofer. Statt endlich bei sich selbst die Fehler zu suchen, würde der Bauernbund die Kritiker einfach ausschließen. Enthofer spricht von Bunkermentalität. „Der Bauernbund muss sich nicht wundern, dass immer mehr Landwirte mit seiner Politik unzufrieden sind.“


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