Dachstuhlbrand in Gries am Brenner: „Ohne Wasser geht es halt nicht“

Die Feuerwehr Gries bekämpfte den Dachstuhlbrand am Freitagnachmittag direkt vom Dach aus und konnte so die Flammen rasch unter Kontrolle bringen. Bei Löscheinsätzen geht es auch darum, den Wasserschaden möglichst gering zu halten.

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Die Feuerwehr bekämpfte den Dachstuhlbrand direkt vom Dach aus und konnte so die Flammen rasch unter Kontrolle bringen.
© FF Gries a. Br.

Gries a. Br. – Starke Rauchentwicklung im Bereich des Kamins eines Holzhauses – nicht gerade eine Situation, die man sich bei der Feuerwehr wünschen würde. Doch genau mit diesem Szenario war die Freiwillige Feuerwehr Gries am Brenner vergangene Woche am Freitagnachmittag gegen 15.40 Uhr konfrontiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte schlugen bereits Flammen aus dem Dachstuhl, die Lage sei angesichts der Tatsache, dass es sich bei dem Gebäude um eines in Holzbauweise handelte, eine durchaus kritische gewesen, berichtet Alois Wieser, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Gries.

Das Feuer konnte dennoch bereits nach kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht werden, um 17.15 Uhr hieß es „Brand aus“. Im Bericht der Polizei war davon die Rede, dass durch den Löscheinsatz „erheblicher Wasserschaden“ entstanden sei.

„Das stimmt so nicht“, betont Kommandant Wieser. Tatsächlich sei es nämlich gelungen, mit so wenig Löschwasser das Feuer unter Kontrolle zu bringen, dass der Schaden gering gehalten werden konnte. „Wir haben nicht versucht, die Flammen von unten zu löschen, sondern haben den Brand direkt vom Dach aus bekämpft“, so Wieser, der seiner Mannschaft für den Einsatz Rosen streut. Immerhin habe sich dieses Vorgehen als besonders effektiv erwiesen. Nach den Löscharbeiten habe man mit einem Wassersauger das Löschwasser beseitigt und das kaputte Dach provisorisch zugedeckt. „Die Bewohner konnten anschließend wieder zurück ins Haus“, erklärt der Kommandant.

Ziel der Feuerwehr sei es grundsätzlich immer, Brände so rasch wie möglich zu löschen, dabei aber nicht mehr Schaden durch Löschwasser anzurichten. „Aber ganz ohne Wasser geht es halt nicht, das ist klar“, sagt Wieser. An erster Stelle stehe natürlich immer die Sicherheit der Einsatzkräfte. Ein Feuerwehrmann erlitt am Freitag durch herabtropfendes Bitumen eine Brandwunde an der Hand, zwei erschöpfte Kameraden wurden von der Rettung kurz durchgecheckt. (np)


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