Swarovski-Fluglinie Tyrolean Jet Services halbiert Mitarbeiterstand

30 von 60 Mitarbeitern müssen gehen. Die Betroffenen wurden bereits von der Geschäftsführung informiert. Ob es noch weitere Einsparungen gebe, sei noch offen.

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Die 1958 gegründete Airline schrieb schon im Vorjahr deutlich rote Zahlen.
© tyrolean jet services

Wattens, Innsbruck – Die Fluglinie Tyrolean Jet Services (TJS), die zum Kristallkonzern Swarovski gehört, halbiert ihren Mitarbeiterstand. Laut trend.at müssen 30 von 60 Mitarbeitern gehen. Die Betroffenen wurden bereits von der Geschäftsführung informiert, bestätigte ein Konzern-Sprecher dem Magazin. Ob bei der Flugzeugflotte, Beteiligungen wie das TJS-eigene Personalleasing, Flugschule oder die Cateringtochter ebenso eingespart werde, sei noch offen.

Weil sich „durch die Krise die Voraussetzungen dramatisch verändert haben“, würde dieser Schritt nun gesetzt, hieß es. Es gebe „weniger internen und externen Flugbedarf“. Man versuche, „alle Einschnitte so sozialverträglich wie möglich zu gestalten. Dazu gehören ein umfassendes Auffangpaket, Arbeitsstiftung und Coaching“.

Wie trend.at berichtete, schrieb die 1958 gegründete Airline schon im Vorjahr rote Zahlen. Die Bilanz Ende Dezember 2020 wies einen kumulierten Verlust von 7,5 Mio. Euro auf, 2020 betrug er 2,4 Mio. Euro.

Swarovski hatte sich seit dem Vorjahr wegen eines massiven Stellenabbaus am Stammsitz in Wattens wiederholt in den Negativschlagzeilen befunden. 1200 Mitarbeiter wurden dort abgebaut, heuer sollen 250 folgen. Mittelfristig sollen am Hauptsitz in Wattens 3000 Mitarbeiter beschäftigt sein. Zudem kam es zu heftigen familieninternen Streitigkeiten rund um Ausrichtung des Konzerns und eine neue Konzernstruktur. Schließlich erfolgte im Oktober bei der Gesellschafterversammlung eine Abstimmung über die Änderung der Unternehmensstruktur. Rund 80 Prozent der Gesellschafter stimmten dafür. Klagen von oppositionellen Familienmitgliedern waren die Folge. (APA)


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