Mobilitätsstrategie 2030: Umfahrung Oetz sorgt für Diskussionen

Die Mobilitätsstrategie 2030 scheidet in der Gemeinde Oetz weiterhin die Geister.

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Die Umfahrung Oetz würde auch für die Gestaltung des Ortszentrums als Begegnungszone Möglichkeiten bieten. Visualisierung: Jürgen Furchtlehner
© Furchtlehner

Oetz – „Wir sind mittendrin und voll dabei“, sagt der Oetzer Bürgermeister Hansjörg Falkner in Bezug auf die Mobilitätsstrategie 2030. Sicher habe Corona den Bürgerbeteiligungsprozess zurückgeworfen, aber das Land habe die bisherigen Ergebnisse der Mobilitätsstrategie seinerseits geprüft und für gut befunden, so Falkner. Dabei ist die Vorderötztaler Gemeinde geteilt – denn es gibt auch die Bewegung rund um die Bürgerinitiative (BI) „Lebenswertes Ötz“ sowie rund 800 Unterzeichner der Petition „Verkehrslösung für das Vorderötztal“. In einer Aussendung bezeichnen diese die Mobilitätsstrategie in einem Rundumschlag als „grandios gescheitert“.

Ausschreibung für Variantenprüfung läuft

Der Bürgermeister streicht insbesondere zwei Bereiche heraus, die verfolgt würden. Ganz oben steht bei ihm die Ortsumfahrung Oetz. „Es läuft eine Ausschreibung für die Variantenprüfung seitens des Landes“, erklärt der Dorfchef. Bis zum Herbst sollte vorliegen, welche Varianten man weiter verfolgen kann.

Dazu heißt es seitens der Bürgerinitiative, dass die Ortsumfahrung und eine Begegnungszone im Zentrum schon 2015 Idee der Bürgerinitiative gewesen und die Präsentation seitens der Mobilitätsstrategie daher ein Plagiat sei. „Blödsinn“, kontert der Bürgermeister, „wir haben ein Büro beauftragt, das in unserem Namen Situation und Möglichkeiten angeschaut hat.“ Und das sei nun auch das Ergebnis. „Außerdem gibt es nur ein Ortszentrum“, fügt Falkner hinzu.

Ein weiterer wichtiger Punkt im Rahmen der Strategie sei der Radweg durch das Ötztal. Hier gelte es nicht nur die letzten Lücken zu schließen, sondern auch Ladestationen und Fahrradabstellanlagen zu errichten. Dies insbesondere im Hinblick auf eine Verschränkung mit dem öffentlichen Verkehr, der einen Halbstunden-Takt bekommen sollte. Das ist für die BI wiederum eine Uraltankündigung des damaligen Verkehrsreferenten Anton Steixner aus dem Jahr 2011. „Es braucht aber schon Verhandlungen“, kontert Falkner.

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Und während die BI die Mobilitätsstrategie als „Spielball“ zwischen Gletscherehe und Gemeinderatswahlkampf sieht, bleibt Falkner bei seiner Einschätzung: „Wir sind voll dabei.“ (pascal)


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