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Im Polarmeer droht ein Wettlauf der Großmächte

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Der Klimawandel öffnet die Arktis für wirtschaftliche Ausbeutung. Russlands Ansprüche alarmieren den Westen, auch China mischt mit.

Forschungs-Eisbrecher „Polarstern“ im Nordmeer.
© imago

Von Floo Weißmann

Reykjavik – Wenn die Tagung des Arktischen Rates heute mit einem Abendessen beginnt, stehen vor allem zwei Teilnehmer im Rampenlicht. Der neue US-Außenminister Antony Blinken und sein russischer Amtskollege Sergei Lawrow treffen einander in Reykjavik erstmals persönlich. Sie wollen am Rande der Tagung über das ramponierte bilaterale Verhältnis sprechen und ein Gipfeltreffen ihrer Präsidenten vorbereiten.

Im Vergleich mit der waffenschwangeren Großmacht-Konkurrenz wirkt der Arktische Rat beschaulich. Die Anrainerstaaten des Nordmeers hatten ihn 1996 gegründet, um indigene Völker und Umwelt zu schützen sowie Forschung und Rettung im Nordmeer zu koordinieren. Doch in den vergangenen Jahren hat auch im hohen Norden zunehmend die Geopolitik Einzug gehalten.


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