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Abwasseranalyse: Kufstein ist die Kokain-Hauptstadt in Österreich

In keiner österreichischen Gemeinde wurden 2020 mehr Kokainrückstände gemessen als in der Festungsstadt. Das ergaben Abwasseranalysen der Gerichtsmedizin.

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Das Abwasser aus dem Innsbrucker Klärwerk verrät, welche Suchtmittel konsumiert werden.
© IKB

Von Thomas Hörmann

Innsbruck – Die Abwässer in den Kläranlagen – für den Chemiker Herbert Oberacher von der Innsbrucker Gerichtsmedizin ein Spiegel der Gesellschaft. So zeigen die chemischen Analysen seines Teams deutlich, welche legalen und illegalen Drogen wann, wo und in welchem Ausmaß konsumiert werden. Für das Vorjahr führten die Untersuchungen zu einigen bemerkenswerten Erkenntnissen. Etwa, dass die Drogenhauptstadt Tirols nicht Innsbruck, sondern Kufstein heißt. Sorgenfalten bereitet aber auch die Zunahme von Metamphetamin in den Abwässern. Ein Hinweis darauf, dass die Crystal-Meth-Seuche aus den USA und Osteuropa auch in Österreich und Tirol auf dem Vormarsch ist. Oberacher stellte weiters fest, dass der erste Lockdown nicht nur wirksam gegen Covid war: Auch der Konsum von Partydrogen ging zurück.


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