Bildungshaus Osttirol zieht an neuen Standort

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Der Lienzer Dekan Franz Troyer (im Bild mit einem Modell des Bauvorhabens) hat die Verantwortlichen zu sich eingeladen.
© Diözese Innsbruck/Gstaltmeyr

Von Christoph Blassnig

Lienz – Die Beschlüsse sind gefallen, es hängt an der Finanzierung, wann der Umzug des Bildungshauses Osttirol (BHO) in das Widum der Pfarre St. Andrä erfolgen wird. Eine belastbare Kostenschätzung durch den Architekten Paul Senfter muss der Pfarrkirchenrat noch in Auftrag geben. „Wir bewegen uns zwischen zwei und drei Millionen Euro“, nennt der Lienzer Dekan Franz Troyer Zahlen als groben Anhaltspunkt. Baubeginn könnte bereits in einem Jahr sein.

Das Widum ist 50 Jahre nach den letzten Investitionen renovierungsbedürftig. Das Bildungshaus Osttirol ist im Jahr 2003 als Übergangslösung in ein Gebäude der Telekom gezogen und war seither auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. „Das Bildungshaus findet am neuen Standort mit dem großen Pfarrgarten, der Krypta als Gebetsraum und dem Kirchenwirt für die Verköstigung optimale Voraussetzungen vor“, meint Erich Blaßnig vom Förderverein des Bildungshauses. Im Innenhof soll ein ebenerdiger Pfarr- bzw. Veranstaltungssaal mit durchgehender Fensterfläche nach Osten hin errichtet werden. Ein Aufzug soll die beiden Obergeschoße des Nordtraktes des Widums erschließen, die ebenfalls von der Bildungseinrichtung der Diözese bezogen werden. Das restliche Gebäude wird weiterhin seinem ursprünglichen Zweck in der Pfarre dienen. Westseitig des Widums hat der Architekt den neuen Eingangsbereich als weiteren Zubau geplant.

„Wir sind ein offenes Haus und bieten viel Platz für ökumenische und spirituelle Bildungsangebote“, beschreibt die Einrichtungsleiterin Gabriele Lehner das Bildungshaus. Das Kürzel BHO könne auch für „Begegnung, Heimat und Orientierung“ stehen. „Es geht uns in unserer Arbeit um Öffnung und Vielfalt nach dem zweiten Vatikanischen Konzil. Wir setzen gesellschaftspolitisch und religiös Akzente und laden alle ein, erst recht jene, die auf der Suche sind.“

Die Diözese betreibt neben dem Bildungshaus Osttirol auch das Haus der Begegnung in Innsbruck sowie das Bildungshaus St. Michael im Wipptal. „Die Diözese Innsbruck bekennt sich klar zum Standort Lienz und will mit der Übersiedlung die Bildungsarbeit für die nächsten Jahrzehnte garantieren“, erklärt Seelsorgeamtsleiter Harald Fleißner.


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