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Karl Schmidhofer als ÖSV-Präsident: Kompromiss statt Wunschlösung

Eine denkwürdige ÖSV-Sitzung in Anif führte nach sieben Stunden zum Ergebnis: Der Steirer Karl Schmidhofer (59), ein zuvor nie aufgetauchter Name, kandidiert für das Präsidentenamt.

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Der neue Mann am Kommandostand des Österreichischen Skiverbands: Karl Schmidhofer übernimmt den ÖSV mit 19. Juni.
© APA/Gindl

Von Florian Madl

Anif, Innsbruck – Es war ein Tor in der Nachspielzeit, das dem Österreichischen Skiverband einen Präsidentschaftskandidaten und somit wohl designierten Nachfolger für Peter Schröcksnadel (79) bescherte. Eine Tragikomödie in mehreren Akten.

Wie kam es zum Umschwung?

Als Dienstagnacht im Zuge einer mehrstündigen Sitzung in Anif weder der Salzburger Michael Walchhofer noch die (nicht anwesende) Steirerin Renate Götschl die Zustimmung der anderen Landespräsidenten fanden, verwies Niederösterreichs Oberhaupt Wolfgang Labenbacher auf seinen steirischen Kollegen Karl Schmidhofer. Und der 59-Jährige, Nationalratsabgeordneter und Ex-Seilbahner, stimmte nach kurzer Bedenkzeit zu: „Ich werde in die Bresche springen“, bestätigte der VP-Mann, als er um 1.35 Uhr morgens vor die Presse trat. Bis auf die Stimmenthaltungen seines Landesverbands sowie jener Tirols und Vorarlbergs waren alle hinter ihm vereint.


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