Schwazer Handballer sind allein unter alten Halbfinal-Hasen

Im ersten Spiel der spusu-Liga-Halbfinalserie (best of three) gastiert Sparkasse Schwaz Handball Tirol heute (19 Uhr, live laola1.at) in Hard.

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Schwaz-Flügel Richie Wöss, hier im Viertelfinale gegen den Ex-Innsbrucker Povilas Babarskas, läuft aktuell zur Hochform auf.
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Von Tobias Waidhofer

Schwaz – Die Handballer aus Schwaz könnten sich im Halbfinale der spusu Liga durchaus ein bisschen alleine fühlen. Denn die Tiroler sind das einzige der vier Teams (6 Titel für Hard, 3 für die Fivers, einer für Krems), das noch nie zu Meisterehren gekommen ist. Schwaz ist sozusagen allein unter alten Halbfinal-Hasen. Das soll aber vor dem ersten Duell mit Hard (19 Uhr, live laoal1.at) keine Rolle spielen, wenn es nach Flügel Richie Wöss geht: „Wir kennen uns gut. Die Chancen stehen 50/50.“

Und das sagt einer, der ausgerechnet zur „Crunch-Time“ zur Hochform aufläuft. Bei den jüngsten beiden Siegen über Bregenz mauserte sich der 34-jährige Routinier jeweils zum Topwerfer. „Die Saison war ein bisschen durchwachsen für mich“, sagt Wöss. Dabei sei er eigentlich im Oktober gut gestartet, doch ein falscher Schritt im ÖHB-Trainingscamp vom Herbst und Achillessehnenprobleme im Jänner bremsten den ehemaligen Deutschland-Legionär ein. „Aber jetzt ist alles ausgeheilt, ich fühle mich topfit – und das merkt man an meinem Spiel.“

spusu Liga

Halbfinale (best of three), Spiel 1, heute: Hard – Schwaz 19 Uhr/live laola1.at.

2. Spiel: 24. Mai (18.10 Uhr, Osthalle).

3. Spiel (wenn nötig): 28. Mai.

Spiel 1, Freitag:

Krems – Fivers 18.30 Uhr

2. Spiel: 25. Mai.

3. Spiel (wenn nötig): 28. Mai

Spieltermine, Finale: 2./7./10. Juni.

Für die Adler geht es heute freilich auch darum, ihre stolze Auswärtsserie zu verteidigen. Denn in der Liga hat man noch kein einziges Match fern der Heimat verloren. Das passierte einzig im Cup – und zwar ausgerechnet in Hard (21:24).

Ganz allgemein gesprochen sparen sich Gerald Zeiner und Co. den Blick auf die Statistik besser: Viermal trafen Tiroler Teams bislang in einem spusu-Liga-K.-o.-Duell auf Hard, stets mit dem besseren Ende für die Vorarlberger. Auch die bisherige Saisonbilanz nach vier Spielen (inklusive Cup 3:1 für Hard) spricht für die Roten Teufel vom Bodensee. „Das tut nichts zur Sache“, meint Wöss. „Wir müssen sie in Bewegung bringen“, fordert Trainer Frank Bergemann.

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Egal was heute passiert, ein Highlight gibt’s definitiv noch: Am Montag dürfen die Abo-Besitzer noch einmal in die Osthalle. „Wir haben uns extrem danach gesehnt, das wird etwas ganz Besonderes“, schwärmt Wöss. Und wer weiß, vielleicht kann man dann gemeinsam den ersten Finaleinzug seit der Handball-Tirol-Gründung bejubeln.


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