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„Mama, ich hab’ solchen Hunger“: Ärzte ohne Grenzen helfen im Libanon

Der Libanon, einst Vorzeigeland im Nahen Osten, steckt in einer tiefen Krise. Umringt von Kriegsgebieten, spitzt sich die Lage täglich zu. Die „Ärzte ohne Grenzen“ schlagen Alarm.

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Die Südtirolerin Johanna Dibiasi (rechts) arbeitet für Ärzte ohne Grenzen als Hebamme in Libanons Hauptstadt Beirut.
© Ärzte ohne Grenzen

Von Benedikt Mair

Innsbruck, Beirut – Ein Flüchtlingslager in Beirut, das Trinkwasser wird aus dem nahen Meer geholt, von den Wänden der behelfsmäßig errichteten Häuser baumeln Stromkabel. Um elf Uhr abends stellen sich hier, irgendwo in den engen Gassen, die ersten Frauen vor einem unscheinbaren Gebäude an. Sie harren bis zum nächsten Morgen aus, wollen im Gesundheitszentrum, betrieben von der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“, behandelt werden. 150 mögliche Patientinnen kommen jeden Tag, sagt Johanna Dibiasi, die dort als Hebamme arbeitet. „Nicht alle können wir aufnehmen.“ Die Südtirolerin ist seit September vor Ort. „Tag für Tag verschlechtert sich die Lage, spitzt sich weiter zu.“


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