Petition zeigt Lücke bei der Nahversorgung in Imst

Eine Imsterin startete eine Unterschriftenaktion für einen Nahversorger im Stadtzentrum.

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Imst – Vor ziemlich genau einem Jahr – im Juni 2020 – schloss das Lebensmittelgeschäft in der Imster Kramergasse. Seitdem gibt es in der Oberstadt und im Zentrum keinen Nahversorger mehr. Seit gut einer Woche liegen in vielen verbliebenen Geschäften und auch Restaurants Unterschriftenlisten auf. Dahinter steckt Katherina Grissemann-Keckeis, selbst im Handel beschäftigt.

„Ich habe diese Unterschriftenaktion vergangenen Freitag gestartet, um zu versuchen diesen Missstand zu beenden und wieder einen Supermarkt für diese Innenstadt zu gewinnen“, sagt sie. Damit will Grissemann-Keckeis den Bedarf aufzeigen und sich mit dem Ergebnis dann direkt an die Lebensmittelketten wenden. „Ich weiß, es ist vielleicht hochgegriffen – aber als Ziel habe ich mir 1000 Unterschriften gesetzt.“

Die Nahversorgung sei in der gesamten Oberstadt und im Zentrum nicht mehr gewährleistet und sehr viele Bürger seien davon betroffen. „Vor allem die alten Menschen sind auf einen Schlag nicht mehr in der Lage, eigenständig ihre Einkäufe zu erledigen“, stellt sie in vielen Gesprächen fest. Dazu kommen aber auch Schüler und Pendler, die einen Bedarf an einem Nahversorger hätten.

Nicht zu vergessen sei weiters der Tourismus, betont sie, die Zehntausenden Besucher der Rosengartenschlucht: „Diese Leute können sich nicht mal eine Wurstsemmel oder eine Flasche Wasser kaufen. Wir reden hier von einer Bezirkshauptstadt“, betont Grissemann-Keckeis. Noch gibt es kein Zwischenergebnis, aber die Initiatorin zeigt sich von der Eigendynamik, die die Aktion entwickelt, überrascht. (pascal)


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