FC Wacker trauert der Relegation nach: "Das tut weh, auch in der Seele"

Die 0:1-Niederlage gegen den FC Juniors OÖ besiegelte zumindest ein weiteres Jahr in der 2. Liga für den FC Wacker Innsbruck. Die Tiroler mussten eine Riesen-Enttäuschung verdauen, wie General Manager Alfred Hörtnagl gestand. Man sei nun auch gefordert, abseits des Rasens die Differenzen mit dem Investor auszuräumen.

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Alexander Gründler stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.
© GEPA pictures/ Daniel Schoenherr

Innsbruck – Im Tivoli war am Sonntagnachmittag alles angerichtet für ein Fußballfest: Nach über einem halben Jahr durften erstmals wieder Zuschauer ins Stadion und der FC Wacker griff nach acht Siegen in Serie nach dem Platz in der Relegation gegen St. Pölten um den Aufstieg in die Bundesliga.

Beim Abpfiff um kurz vor 19.00 Uhr war die Enttäuschung bei allen Beteiligten umso größer. Ein 0:1 gegen den FC Juniors OÖ stand auf der Anzeigetafel. Zeitgleich ging Austria Klagenfurt als 2:1-Sieger bei Rapid II vom Rasen und überholte den Wacker am letzten Spieltag noch in der Tabelle.

📽️ Video | Wacker verliert gegen FC Juniors 0:1

"Die letzten Wochen und Monate waren sehr positiv, die Mannschaft hat sich zurückgekämpft, im Endspurt ist ihr aber leider die Luft ausgegangen. Das tut weh - auch in der Seele. Es ist für uns alle eine Enttäuschung", sagte Sport-Vorstand Alfred Hörtnagl. Nach dem Urlaub gelte es eine neue Energie aufzubauen und es sei wichtig gemeinsam wieder aufzustehen.

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Differenzen mit dem Investor ausräumen

Das unterstrich auch Trainer Daniel Bierofka: "Heute sind alle enttäuscht, aber der Sport ist so, du musst mit Enttäuschungen umgehen können und wieder aufstehen." Dafür wäre es auch wichtig, dass sich abseits des Platzes die Wogen zwischen Vereinsführung und Investor glätten. "Das wird schon eine Herausforderung, das ist nicht wegzuleugnen", wusste Hörtnagl. Sein Ziel ist es, den Kader für den nächsten Anlauf auf den Aufstieg zusammenzuhalten.

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"Wir sind froh und stolz, dass wir das Unmögliche noch geschafft haben", atmete unterdessen Klagenfurt-Coach Peter Pacult durch. Bereits unmittelbar nach Schlusspfiff wurde der Fokus voll auf das erste Duell im Kampf um einen Platz im Oberhaus mit Bundesliga-Schlusslicht St. Pölten gerichtet. Das geht schon am Mittwoch (18.00 Uhr) im Klagenfurter Wörthersee Stadion über die Bühne.

"Wir werden die kurze Zeit nutzen, um gut zu regenerieren und den Fokus nun auf St. Pölten richten. Der Erstligist ist immer der Favorit, aber wir werden bereit sein", versprach Pacult. Während sein Team zuletzt fünf Siege in Folge feierte, ist St. Pölten 14 Partien sieglos. Die Formkurve gibt also durchaus Grund für Optimismus.

"Den Juniors gilt ein Riesendank"

"Gratulation an meine Mannschaft, die hart dafür gearbeitet hat, um diese Chance zu erhalten. Es war sicher nicht unsere beste Leistung, aber unter dem Strich zählt nur das Ergebnis - und das spricht für uns", resümierte Pacult.

Das nötige Glück hatte sein Team in Wien auch auf der Seite, für die Treffer sorgten Fabian Miesenböck (8.) und Christopher Cvetko (33.). Mindestens genauso wichtig war, dass Juniors-Oberösterreich-Akteur Jan Boller mit einem Freistoß aus 25 Metern beim Auswärts-1:0 Innsbruck k.o. schoss. Aus einem Ein-Punkte-Plus wurde für die Tiroler in der letzten Runde ein Zwei-Zähler-Minus. "Den Juniors gilt ein Riesendank", betonte Klagenfurts Markus Rusek. (TT.com, APA)

⚽ 2. Liga, 30. Spieltag

FC Wacker Innsbruck - FC Juniors OÖ 0:1 (0:1)

  • Tor: Boller (19.)

Rapid Wien II - Austria Klagenfurt 1:2 (1:2)

  • Tore: Sulzbacher (20.) bzw. Miesenböck (8.), Cvetko (33.)

Weiter Ergebnisse:

  • Young Violets Austria Wien - Vorwärts Steyr 4:0 (1:0)
  • FC Liefering - Blau Weiß Linz 1:1 (0:1)
  • SV Lafnitz - Austria Lustenau 4:4 (1:2)
  • FC Dornbirn - FAC Wien 0:4 (0:2)
  • SV Horn - SKU Amstetten 3:0 (2:0)
  • GAK - Kapfenberger SV 1:0 (0:0)

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