Überraschung im ÖFB-Kader für die EM: Foda streicht Stürmer Grbic

In neun Länderspielen erzielte Adrian Grbic bislang vier Tore. Dennoch zählt der Angreifer nicht zum finalen rot-weiß-roten Aufgebot für die EURO 2020. Die beiden Tiroler Marco Friedl und Alessandro Schöpf rücken am Donnerstag ins Teamcamp nach Bad Tatzmannsdorf ein.

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Franco Foda lässt einen der treffsichersten Angreifer der letzten Länderspiele, Frankreich-Legionär Adrian Grbic, bei der EM zuhause.
© EXPA/JOHANN GRODER

Wien – Österreichs Nationalteam fährt ohne Frankreich-Legionär Adrian Grbic zur EM. Neben dem Stürmer strich Teamchef Franco Foda am Montag auch noch Ersatztorhüter Heinz Lindner sowie die vergangene Woche überraschend in den 30-köpfigen Großkader nominierten Phillipp Mwene (FSV Mainz) und Husein Balic (LASK) aus dem Aufgebot. Der ÖFB gab den endgültigen 26-Mann-Kader, der am Donnerstag zum Vorbereitungscamp in Bad Tatzmannsdorf zusammentrifft, am Montagnachmittag bekannt.

Damit steht aus Tiroler Sicht fest, dass Bremen-Verteidiger Marco Friedl und Schalke-Mittelfeldspieler Alessandro Schöpf im EURO-Aufgebot stehen.

Grbic zählte seit seinem Wechsel zu Lorient in Frankreichs Ligue 1 im vergangenen Sommer durchgehend zum ÖFB-Aufgebot. In neun Länderspielen hat der 24-jährige Wiener bisher vier Tore erzielt. Zum Auftakt der WM-Qualifikation im März gegen Schottland (2:2) stand er noch in der Startformation, beim bisher letzten ÖFB-Länderspiel gegen Dänemark (0:4) wurde er in der Schlussphase eingewechselt. Im Angriff gab Foda für das Turnier nun allerdings China-Legionär Marko Arnautovic, dem in Deutschland treffsicheren Sasa Kalajdzic sowie Michael Gregoritsch und Karim Onisiwo den Vorzug.

„Wir haben im Trainerteam in den letzten Tagen viel über die Personalien diskutiert. Wir hatten uns im Vorfeld darauf festgelegt, mit 26 Spielern in die Vorbereitung zu gehen. Es war eine schwierige Entscheidung, vor allem was den menschlichen Aspekt betrifft. Ich habe mit den vier Spielern persönlich gesprochen und ihnen die Entscheidung mitgeteilt“, wurde Foda in einer ÖFB-Aussendung zitiert.

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Schlager, Pervan und Bachmann bilden Tormann-Trio

Lindner verpasst seine zweite EM-Teilnahme nach 2016, als er bereits dem ÖFB-Kader angehört hatte. Anstelle des Basel-Keepers vertraut Foda im Tor auf Alexander Schlager vom LASK, Wolfsburg-Reservist Pavao Pervan und den mit Watford in die englische Premier League aufgestiegenen Daniel Bachmann. Letzterer hat als einziger Spieler im endgültigen 26-Mann-Kader bisher noch kein Länderspiel bestritten.

Es war eine schwierige Entscheidung, vor allem was den menschlichen Aspekt betrifft. Ich habe mit den vier Spielern persönlich gesprochen und ihnen die Entscheidung mitgeteilt.
ÖFB-Teamchef Franco Foda

Bis Nennschluss am 1. Juni könnte Foda an seinem Aufgebot theoretisch noch Änderungen vornehmen. Bis dahin stehen allerdings keine Spiele mehr auf dem Programm. Die EM-Tests der Österreicher steigen am 2. Juni in Middlesbrough gegen England sowie am 6. Juni in Wien gegen die Slowakei.

In der Gruppenphase des Turniers trifft das ÖFB-Team dann auf Nordmazedonien (13. Juni in Bukarest), die Niederlande (17. Juni in Amsterdam) und die Ukraine (21. Juni in Bukarest.). (TT.com, APA)

🔴⚪🔴 Österreichs 26-Mann-Kader für die EM

  • Tor (3 Spieler): Daniel Bachmann (Watford/ENG, 0 Länderspiele), Pavao Pervan (VfL Wolfsburg/GER, 7), Alexander Schlager (LASK, 6)
  • Abwehr (9): David Alaba (FC Bayern München/GER, 79/14 Tore), Aleksandar Dragovic (Bayer Leverkusen/GER, 89/2), Marco Friedl (Werder Bremen/GER, 2/0), Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt, 53/4), Stefan Lainer (Borussia Mönchengladbach/GER, 28/1), Philipp Lienhart (SC Freiburg/GER, 3/0), Stefan Posch (TSG 1899 Hoffenheim/GER, 10/1), Christopher Trimmel (Union Berlin/GER, 11/0), Andreas Ulmer (Red Bull Salzburg, 23/0)
  • Mittelfeld (10): Julian Baumgartlinger (Bayer Leverkusen/GER, 82/1), Christoph Baumgartner (TSG 1899 Hoffenheim/GER, 8/3), Florian Grillitsch (TSG 1899 Hoffenheim/GER, 21/1), Stefan Ilsanker (Eintracht Frankfurt/GER, 50/0), Konrad Laimer (RB Leipzig/GER, 7/1), Valentino Lazaro (Borussia Mönchengladbach/GER, 30/3), Marcel Sabitzer (RB Leipzig/GER, 48/8), Louis Schaub (FC Luzern/SUI, 19/6), Xaver Schlager (VfL Wolfsburg/GER, 19/1), Alessandro Schöpf (FC Schalke 04/GER, 25/5)
  • Angriff (4): Marko Arnautovic (Shanghai Port/CHN, 87/26), Michael Gregoritsch (FC Augsburg/GER, 24/4), Sasa Kalajdzic (VfB Stuttgart/GER, 5/3), Karim Onisiwo (FSV Mainz/GER, 11/1)

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