Plus

MCI-Vergabe kommt erneut unter die Lupe

Das ausgeschiedene Wiener Architektenkonsortium klagte erfolgreich mit Hilfe der Architektenkammer.

  • Artikel
  • Diskussion (1)
Eine unendliche Geschichte findet ihre Fortsetzung: Ob der MCI-Neubau planmäßig im Herbst startet, entscheiden die Gerichte.
© Böhm Thomas

Innsbruck – Der zweite Anlauf für den Neubau der unternehmerischen Hochschule MCI (Managementcenter) in Innsbruck muss erneut juristisch geklärt werden, denn der Verfassungsgerichtshof hat nach einer Beschwerde einer Wiener Bietergemeinschaft, der führende Mitglieder der Architektenkammer angehören, ein Nachprüfungsverfahren angeordnet. Das Land hat das Architektenkonsortium aus dem Totalunternehmerverfahren ausgeschieden. „Gut begründet“, wie der zuständige Landesrat Johannes Tratter (VP) gegenüber der TT betont.

Die Architekten kritisierten sodann den wettbewerblichen Dialog als Missbrauch des Verfahrens, um fehlende Vorleistungen des Auftraggebers, insbesondere die fehlende Planung, zumindest in Entwurfsqualität zu ersetzen. Zuerst erwirkten sie im Jänner 2020 eine einstweilige Verfügung, das Landesverwaltungsgericht wies ihre Beschwerde allerdings im Juni ab. Zwischenzeitlich erfolgte im Jänner 2021 die Vergabe des Auftrags mit einer Kostenobergrenze von 135 Millionen Euro an die Arbeitsgemeinschaft Porr-Ortner.


Kommentieren


Schlagworte