Milli-Vanilli-Sänger John Davis starb mit 66 Jahren an Corona

Er ist eine der echten Stimmen hinter der Ende der 1980er-Jahre gegründeten Band Milli Vanilli. Bis vor Kurzem tritt John Davis in Altenheimen auf, um den Bewohnern während der Pandemie Mut zu machen. Nun ist der Sänger an Covid-19 gestorben.

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Eine der echten Stimmen von Milli Vanilli: John Davis (r.) an der Seite von Fab Morvan.
© imago stock&people

Fürth – Der Sänger John Davis ist tot. Das hat seine Tochter über den Facebook-Account des Musikers mitgeteilt. Demnach starb Davis, der eine der echten Stimmen hinter der 1988 gegründeten Band Milli Vanilli war, am Pfingstmontag im Alter von 66 Jahren an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung.

Zu der Todesmeldung schreibt Jasmin Davis: „Er hat viele Menschen mit seinem Lachen und Lächeln, seinem fröhlichen Geist, seiner Liebe und vor allem mit seiner Musik glücklich gemacht. Er hat der Welt so viel gegeben! Bitte gebt ihm eine letzte Runde Applaus. Wir werden ihn zutiefst vermissen."

Milli Vanilli, produziert von Frank Farian, sorgten in den 1990er-Jahren zunächst mit internationalen Hits wie „Girl You Know It's True" für Aufsehen, ehe ein Skandal die Band erschütterte. Es stellte sich heraus, dass das Duo Fab Morvan und Rob Pilatus gar nicht singen konnte und lediglich zu den Stimmen anderer Sänger per Playback die Lippen bewegte. Einer dieser wahren Sänger war John Davis. Daraufhin wurde der Band der Grammy Award aberkannt und ihr Plattenvertrag aufgelöst.

Davis lebte zuletzt im deutschen Fürth und arbeitete nach dem Eklat größtenteils als Solokünstler weiter, sang unter dem Titel „The True Milli Vanilli" zuweilen aber auch an der Seite anderer Weggefährten aus der Band. Er trat bis vor Kurzem auch in Altenheimen auf, um den Bewohnern dort während der Corona-Pandemie Mut zu machen. Dann erkrankte er selbst. (APA, spot)

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