Vor Trainingslager in Seefeld: Deutsche beschäftigt Corona-Problematik

Eine große Baustelle bei der deutschen Nationalmannschaft ist mit Hansi Flick als Löw-Nachfolger geschlossen, der aktuellen Bundestrainer steht gleich beim EM-Vorbereitungsstart vor neuen Problemen. Die Corona-Pandemie beeinflusst das Trainingscamp in Seefeld.

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Die Aufbauarbeiten am Seefelder Fußballplatz für das DFB-Team schreitet voran.
© Marc Schueler via www.imago-images.de

Frankfurt am Main/Seefeld - Knapp vor dem Start ins EM-Trainingslager in Seefeld sorgt die Corona-Problematik für viele Fragen im deutschen Fußball-Nationalteam. Ob und wann Toni Kroos und die sechs England-Profis, die Bundestrainer Joachim Löw in sein 26-köpfiges Aufgebot für das paneuropäische Turnier ab 11. Juni berufen hat, ins Teamcamp in Tirol anreisen können, ist derzeit noch unklar.

Kroos hat sich mit dem Coronavirus infiziert, sein Trainingsstart hängt vorrangig von der Genesung ab. Bernd Leno, Ilkay Gündogan, Antonio Rüdiger, Kai Havertz, Timo Werner und Robin Koch sind von den neuen schärferen Quarantäne-Vorschriften für Bürger betroffen, die aus dem Virusvariantengebiet Großbritannien einreisen. Das trifft sowohl für die Einreise in Deutschland als auch in Österreich zu. Der Deutsche Fußball-Bund steht mit den österreichischen Behörden wegen möglicher Sonderregelungen in Verbindung.

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Mannschaft reist am Freitag nach Seefeld an

"Die Komplexität des Themas und die Auflagen sind uns bewusst. Wir arbeiten aktuell an Lösungen", sagte Nationalmannschafts-Sprecher Jens Grittner am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Löw reist mit seinem Trainerstab am Donnerstag im Seefelder Hotel Nidum an, die Mannschaft folgt am Freitag. Manchester Citys Gündogan sowie die Chelsea-Profis Rüdiger, Havertz und Werner, deren Clubs am 29. Mai in Porto das Champions-League-Finale bestreiten, sollten nach dem Testspiel am 2. Juni in Innsbruck gegen Dänemark zum Team stoßen.

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Dem Trainingscamp in der Olympia-Region Seefeld schließt sich am 7. Juni in Düsseldorf die EM-Generalprobe gegen Lettland an. Einen Tag später bezieht Deutschlands Team-Tross sein EM-Stammquartier in Herzogenaurach.

"Die Situation änderst sich ständig"

Für Einreisende aus Großbritannien gilt seit Sonntag in Deutschland eine zweiwöchige Quarantänepflicht, die auch nicht verkürzt werden kann. In Österreich wird für Einreisende aus dem Vereinigten Königreich eine zehntägige Quarantäne fällig, die mit einem negativem Test ab dem fünften Tag nach der Einreise beendet werden kann.

Große Probleme könnte es geben, wenn das deutsche Innenministerium wegen der indischen Corona-Variante an den Einreiseregeln aus Großbritannien festhält und auch dem europäischen Verband UEFA keine Ausnahmen einräumt. Beim am 2. Juli in München angesetzten EM-Viertelfinale wäre ein Team beteiligt, dass zuvor am 26. Juni in London das Achtelfinale gewonnen hat. Die UEFA teilte mit, sie prüfe die Lage. "Die Situation ändert sich ständig", hieß es vom Dachverband. (APA/dpa)


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