MCI-Neubau: Schelte für das Land und die Architektenkammer

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Der MCI-Neubau bleibt ein politischer Dauerbrenner.
© Böhm

Innsbruck – Das Nachprüfungsverfahren für den MCI-Totalunternehmerauftrag sorgt für politischen Wirbel. Das Land hat eine Bietergemeinschaft aus dem Vergabeverfahren für den 134 Millionen Euro schweren Bauauftrag ausgeschieden, weil sie die Kriterien u. a. Leistungsausführung und Umsatz der Beteiligten nicht erfüllten.

In einem Punkt stützte sich dann das Landesverwaltungsgericht in der Ablehnung der von den vier Architekten geforderten Nachprüfung, die im Verfahren von der Architektenkammer finanziell unterstützt wurde, auf eine unionswidrige Bestimmung. Jetzt wird die Nachprüfung durchgeführt, in der Verhandlung am vergangenen Donnerstag ging es vor allem um die Eignung der Bietergemeinschaft. Zwischenzeitlich erhielt das Baukonsortium Porr-Ortner den Auftrag.

NEOS und FPÖ sehen Handlungsbedarf, die SPÖ stellt sich wiederum hinter das Land. „Als dringende Konsequenz dieses Urteils muss das Land schnell reagieren: Der gesamte weitere Verfahrensprozess soll auf neue Beine gestellt werden“, sagt NEOS-Klubchef Dominik Oberhofer. Hätte man das erste Projekt mit etwas höheren Kosten zügig umgesetzt, würde der Rohbau schon stehen und die Kosten wären überschaubar gewesen, kritisiert FPÖ-LA Evelyn Achhorner.

SPÖ-Vorsitzender Georg Dornauer geht hingegen mit den Architekten hart ins Gericht. „Die Tatsache, dass sich die Architektenkammer einen Schauprozess für ein paar Architekten leistet, finde ich gelinde gesagt ‚bemerkenswert‘.“ Dornauer verteidigt den Neubau und den wettbewerblichen Dialog. (pn)

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