Heftiges Werben um die Tiroler Gemeinderäte der Zukunft

Die Auftaktveranstaltung für die Gemeindeschmiede ist am 2. Juni im Festsaal Fieberbrunn. Es gibt weitere Termine in allen Bezirken Tirols.

  • Artikel
  • Diskussion
Großer Auftakt zur Gemeindeschmiede am 2. Juni im Festsaal Fieberbrunn. Junge Menschen zwischen 15 und 30 Jahren sollen dadurch für die Gemeindepolitik begeistert werden.
© Böhm Thomas

Von Michael Mader

Fieberbrunn – Was kann ich für meine Gemeinde tun? Diese Frage wird am 2. Juni bei der so genannten Gemeindeschmiede in Fieberbrunn im Mittelpunkt von politisch interessierten Menschen aus dem Bezirk Kitzbühel beantwortet.

„Wir erwarten uns viele Junge aus der Region. Es gibt ein tolles Programm, spannende Diskussionen und die Möglichkeit, so den ersten Schritt in die Gemeindepolitik zu setzen“, erklärt Sandra Wimmer von der GemNova Akademie, welche diese Veranstaltung gemeinsam mit dem Land Tirol und dem Tiroler Gemeindeverband ins Leben gerufen hat.

Junge Menschen für Gemeindepolitik begeistern

Erklärtes Ziel dabei ist junge Menschen zwischen 15 und 30 Jahren für die Gemeindepolitik zu begeistern, ihnen für die kommenden Wahlen am 27. Februar des nächsten Jahres eine Plattform zur Wissensaneignung und zum Erfahrungsaustausch zu bieten.

Den Initiatoren ist es dabei ganz wichtig zu betonen, dass diese gemeinsame Initiative von Land Tirol, Gemeindeverband und der GemNova überparteilich ist.

„Junge Menschen sollen auf den verschiedensten Listen kandidieren, damit auch die ganze Breite des politischen Spektrums abgebildet ist. Außerdem wünsche ich mir, dass mehr Frauen dabei sind,“ erklärt Ernst Schöpf, der Präsident des Tiroler Gemeindeverbandes.

Nach der Vorstellung der Gemeindeschmiede im April dieses Jahres in Wattens hatte es nämlich heftige Kritik gegeben: FPÖ, NEOS und Liste Fritz haben an der Überparteilichkeit der Gemeindeschmiede so ihre Zweifel.

Parteien orten „ÖVP-Schmäh"

Sie orten stattdessen eine ÖVP-Kampagne, noch dazu eine schlecht getarnte, wie FP-Landeschef Markus Abwerzger damals sagte: „Mit einem Wirrwarr an getarnten tiefschwarzen Namenslisten will die ÖVP in den Gemeinden ihre Macht manifestieren.“ NEOS-Chef Dominik Oberhofer kritisierte, dass die Oppositionsparteien in das Projekt nicht involviert waren und auch die Liste Fritz ortete einen „ÖVP-Schmäh“.

Nichtsdestotrotz ist der Bezirk Kitzbühel der erste Bezirk auf dem Terminkalender der Gemeindeschmiede: Am 2. Juni ab 17.30 Uhr ist Einlass im Festsaal in Fieberbrunn, ehe um 18.15 Uhr der offizielle Start erfolgt. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Walter Astner folgt ein Impulsvortrag zu regionalen Projekten, danach lädt Moderator Gabriel Castañeda zur Podiumsdiskussion. Aber auch Zeit für Fragen aus dem Publikum ist vorgesehen, ebenso wie „Marktstände“ mit weiterführenden Informationen.

Das genaue Programm ist unter www.gemeindeschmiede.at ersichtlich. Dort erfolgt auch die Anmeldung zu den einzelnen Veranstaltungen.

Weiter geht es dann am 9. Juni ab 17.30 Uhr im Agrarzentrum Imst, am 15. Juni um 17.30 Uhr im Komma in Wörgl, am 23. Juni um 17.30 Uhr im SZentrum in Schwaz und am 30. Juni um 17.30 Uhr in der Werkstätte Wattens.

Die nächsten Termine sind am 7. Juli in der Landwirtschaftlichen Lehranstalt in Lienz, am 14. Juli im B4 in Zirl, am 21. Juli im Stadtsaal in Landeck und am 28. Juli im VA-Zentrum in Breitenwang. Auch bei diesen Terminen startet die Gemeindeschmiede jeweils um 17.30 Uhr.


Kommentieren


Schlagworte