Kogler verspricht: Sperrstunde zur Fußball-EM erst um Mitternacht

Der Vizekanzler sagte in einem Interview mit „Heute", dass die gesetzliche Sperrstunde rechtzeitig vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft von 22 Uhr auf 24 Uhr verlegt werde. Am Freitag will die Regierung zu den Lockerungen am 10. Juni informieren.

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Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler (Grüne).
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Wien – Rechtzeitig vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft am 11. Juni soll die gesetzliche Sperrstunde in Österreichs Lokalen von 22 Uhr auf 24 Uhr verlegt werden. Das kündigte Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler (Grüne) in einem Interview mit der Gratiszeitung Heute an.

„Ich freue mich mit allen, die gerne die Fußball-Europameisterschaft im Fernsehen verfolgen. Wir werden ein Spiel, das vielleicht um 21 Uhr beginnt, zu Ende schauen können, ohne in der Halbzeit nach Hause gehen zu müssen. Und das wird wohl schon mit der Eröffnung der EURO möglich sein“, sagte Kogler in dem Interview.

Auf die konkrete Frage, ob dies bedeute, dass die Sperrstunde in der Gastronomie auf 24 Uhr verlegt werde, sagte Kogler: „Ja, Ende der Woche werden wir das hören.“ Damit dürfte die Regelung am Freitag auf den Weg gebracht werden, wenn die Regierung einmal mehr mit Experten und Ländervertretern über kommende Öffnungsschritte berät. Die nächsten Lockerungen sollen laut Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) mit 10. Juni in Kraft treten.

Um 9.00 Uhr starten morgen die Gespräche zwischen der Bundesregierung, den Landeshauptleuten und Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl im Bundeskanzleramt. Von Regierungsseite sind Kanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) dabei. Danach soll es gegen Mittag eine Pressekonferenz geben, wo die Öffentlichkeit über die Ergebnisse informiert wird.

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Weitere Lockerungen für Gastronomie

Zwar hatte es zuletzt einen medial ausgetragenen Koalitionskrach in Sachen Lockerungen gegeben – letztlich stellte sich allerdings heraus, dass man sich inhaltlich ohnehin ziemlich einig ist. Zu erwarten ist demnach nach den Ankündigungen der vergangenen Tage, dass es vor allem in der Gastronomie zu Lockerungen kommt. Neben der späteren Sperrstunde dürfte der Zwei-Meter-Abstand zwischen Besuchergruppen auf einen Meter verkleinert werden, außerdem soll die Anzahl der Personen, die an einem Tisch sitzen dürfen, erhöht werden.

Ziemlich fix scheint auch, dass man bei Veranstaltungen im Freien bald keine Maske mehr tragen muss. Bleiben dürfte die FFP2-Maskenpflicht noch in den Schulen oder etwa im Handel, wobei in den nächsten Wochen diskutiert werden soll, wieder zum herkömmlichen Mund-Nasen-Schutz zurückzukehren.

Thema der Gespräche sind auch Hochzeiten, aus den Ländern wurden zuletzt auch Wünsche nach einer Abschaffung des Einreiseformulars auf dem Landweg und einer Verkleinerung der Quadratmeter-Regel im Vereinsleben deponiert. (TT.com)


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