Wiener Polizisten aus Dienststelle gelockt, attackiert und verletzt

Ein 20-Jähriger lockte mit einem fingierten Notfall die Polizeibeamten aus der Inspektion. Einen streckte er mit Faustschlägen ins Gesicht nieder. Auch drei weitere Beamte wurden verletzt.

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Symbolfoto.
© BARBARA GINDL

Wien – Ein 20-Jähriger hat in der Nacht auf Donnerstag Polizisten unter einem Vorwand aus ihrer Wiener Dienststelle gelockt und im Freien mit Faustschlägen attackiert. Drei Beamte mussten mit Prellungen, Rissquetschwunden und Sehnenverletzungen in einem Krankenhaus versorgt werden, ein weiterer wurde ebenfalls verletzt und auch der Angreifer kam ins Spital. Um ihn festzunehmen, waren insgesamt sieben Polizisten im Einsatz. Die Beweggründe des Mannes blieben zunächst unerklärlich.

"Der 20-Jährige stand bei der Tat augenscheinlich nicht unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss", sagte Polizeisprecher Marco Jammer. Zunächst gebe es auch keine Hinweise auf eine psychische Erkrankung. Sein mentaler Zustand wird aber noch untersucht werden.

Der in Wien geborene, bisher "nicht einschlägig" aufgefallene Verdächtige war gegen Mitternacht wegen eines fingierten "Notfalls" auf ein Wachzimmer in der Vorgartenstraße im Bezirk Brigittenau gekommen. Er habe eine Sporttasche in einer Bushaltestelle in der Nähe gefunden, gab er vor und bat um Hilfe. Zwei Beamte folgten ihm ins Freie, worauf der 20-Jährige ohne weiteres auf den ersten Polizisten losging und ihm Faustschläge ins Gesicht verpasste. Während der Beamte zu Boden ging, befand sich sein Kollege noch in der Sicherheitsschleuse beim Ausgang und rief um Verstärkung.

Insgesamt sieben Polizisten versuchten den Mann zu bändigen, berichtete Jammer, alle habe der Beschuldigte zu attackieren versucht. Auch Pfefferspray wurde gegen ihn eingesetzt. Vier Beamte verletzte der 20-Jährige, drei davon konnten ihren Dienst nicht weiter versehen. Auch er selbst trug Verletzungen davon und kam nach seiner Festnahme in ein Krankenhaus. Bisher habe er sich nicht zum Grund für seine Attacke geäußert. (APA)

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