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Nützlinge, die kleinsten Mitarbeiter in Tirols Gärtnereien

Bis vor 30 Jahren waren Pflanzenschutzmittel die einzige Möglichkeit, um Blumen, Obst und Gemüse vor Schädlingen zu schützen. Mittlerweile kommen besonders in Gärtnereien immer öfter Nützlinge zum Einsatz. Fressen oder gefressen werden lautet die Devise.

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Die Larve der Florfliege wird zu Recht oft auch als "Blattlauslöwe" bezeichnet.
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Von Rosa Karbon

Die Geranien, Surfinien und Stiefmütterchen in der Gärtnerei Jäger in Thaur entfalten in diesen Wochen ihre volle Pracht. Nahezu perfekt wirken die zarten Blumen im großen Gewächshaus der Gärtnerei. Abgefressene Blätter oder von Läusen gesäumte Pflanzenstiele sind hier keine zu sehen. Neben den eifrigen Gärtnern sind aber auch noch andere Lebewesen für die gesunden und schadfreien Pflanzen im Einsatz: Winzig kleine Nützlinge verrichten auf den Blumen ihr Werk und halten die Ausbreitung von Schädlingen in Schach. Unter dem Begriff Nützlinge versteht man Lebewesen, die sich von Schädlingen ernähren. Im modernen Gartenbau werden sie inzwischen gezielt ausgebracht. „Wir können dadurch den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln fast zu 100 Prozent reduzieren“, sagt Michael Jäger von der Gärtnerei Jäger.


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