Jimny, Ignis, Swift: Suzuki bleibt am Puls der Zeit

Auf dem Zukunftsplan stehen Allrad-Hybride und E-Autos. Neu sind Jacques-Lemans-Sondereditionen von Ignis und Swift.

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Der Ignis und der Swift sind nun als Jacques-Lemans-Sondereditionen lieferbar.
© Suzuki

Von Beatrix Keckeis-Hiller

Taggenbrunn – 2020 hätte ein Jubeljahr werden sollen für Suzuki in Österreich. Vierzig Jahre Marktpräsenz, mit zwei- und vierrädrigen motorisierten Fahrzeugen, das wäre ein Grund zum Feiern gewesen. Doch dem machte die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung. Und eine scharfe Zäsur hätte ebenso der abrupt erfolgte Wechsel in der Geschäftsführung darstellen können. Hätte. Denn statt in Schockstarre zu verfallen, wurden der vorerst interimistische und per 1. Juli 2020 bestätigte neue Suzuki-Austria-Boss Roland Pfeiffenberger und sein per 31. Jänner 2021 45-köpfiges Team erst recht aktiv. Unter familiär-partnerschaftlicher Prämisse wurden Ausbildung und Schulung, Test und Technik unter Einbeziehung der Händlerpartner – derzeit 155 Auto, 38 Motorrad – auf teils neue, insgesamt modernisierte Beine gestellt.

Das Geschäftsjahr 2020/2021, das beim ehemaligen Webstuhl-Hersteller Suzuki von April bis März läuft, wurde hierzulande mit 5681 Auto- und 1030 Motorrad-Neuzulassungen abgeschlossen. Auf dem Vierradsektor sorgten neben den Face- & Techniklifts die milde Hybridisierung auf Basis eines 48-Volt-Bordnetzes von Ignis, Swift, Swift Sport, Vitara, SX4 S-Cross sowie die Neuzugänge aus der Toyota-Kooperation – Across und Swace – für Impulse. Dazu kam das momentan geradezu boomende Zweiradgeschäft.

Weitergeführt wurden und werden erfolgreiche Kooperationen und Sponsoring-Aktivitäten, Erstere mit dem ÖAMTC und karitativen Organisationen, Letztere mit den Österreichischen Bundesforsten (1 Auto = 1 Baum, bisher 8000 Pflanzungen). Dazu kommt die 2017 gestartete Zusammenarbeit mit der österreichischen Uhrenmarke Jacques Lemans. Ignis und Swift sind in einer entsprechenden Edition zu haben, inklusive Draufgabe eines solarbetriebenen Zeitmessers mit veganen Komponenten.

Auch der Sport bleibt im Fokus: Im April startete der Suzuki Cup Europe in seine 18. Renn-Saison. Mit am Start ist das Vater-Sohn-Team Mayr des Mobilitäts-Unternehmens Autopark.

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Für die nahe und weitere Zukunft ist man bei Suzuki optimistisch, auch ohne Celerio und Baleno zu reüssieren. Diesel spielt ohnehin keine Rolle mehr, dafür zunehmend Strom-Assistenz. In der Pipeline steht ein eigenentwickelter Vollhybrid-Antriebsstrang, mit 1,5-Liter-Benziner und dem traditionellen Suzuki-Atout: Allradantrieb. Den lässt man sich quasi nicht nehmen.

Modellseitig ist in der allernächsten Zeit eine Reihe von Überarbeitungen und Neuheiten zu erwarten. Der Jimny wird im Juli als Klein-Lkw (wieder) eingeführt. Im Jänner 2022 geplant ist der Marktstart des Vitara in einer Vollhybrid-Version. Darauf folgen soll ein neuer SX4 S-Cross als Mildhybrid. 2023 sind dann der Swift und der Swift Sport mit einer Kompletterneuerung dran, mit elektrifiziertem Antriebsstrang. Gleichzeitig steht ebenso der erste Vollelektriker an, ein Crossover im A-Segment. Suzuki schaut noch weiter in die Zukunft voraus: 2024 kommt ein erneuerter Jimny, Pkw und Lkw, selbstredend als Hybrid. Dazu gesellen wird sich Batterielektriker Nummer zwei: ein SUV in der Kompaktklasse.


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