Heiz-Tausch-Gelder: Wissen fehlt bei Österreichern

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Viele Konsumenten finden sich bei Förderungen nicht zurecht.
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Wien – Klimafreundliches Heizen ist für 80 % der Österreicher ein wichtiges Thema, so das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag der Umweltschutzorganisation Global 2000. Was der Umsetzung allerdings im Weg stehe: Zwei Drittel fühlen sich schlecht über Fördermöglichkeiten informiert. Dabei seien die zur Verfügung gestellten Fördermittel hoch wie nie. Allein vom Bund stünden 2021/22 für „Raus aus Öl und Gas“ und Sanierungsoffensiven für Private und Betriebe insgesamt 750 Mio. Euro zur Verfügung. In Kombination mit Förderungen der Bundesländer seien pro Haushalt zwischen 8000 und 13.000 Euro an Unterstützung für den Heizungstausch möglich, so Global 2000 in einer Aussendung. Einen Überblick und Kostenvergleich inklusive Förderungen biete der „Quick-Check Heizung“ auf

Eine weitere Möglichkeit sieht Martin Hagleitner, Vorstand von Austria Email und stellvertretender Obmann des Zukunftsforums SHL, in der kommenden Steuerreform. Immerhin 37 % der Österreicher würden in den nächsten drei Jahren irgendeine Form der thermischen Sanierung überlegen. Die Motivation steigern – und somit den Schritt zur Umsetzung veranlassen – könnten steuerliche Vorteile, die sich 28 % der Befragten wünschen. „Wir setzen uns für eine steuerliche Vergünstigung im Rahmen der Einkommensteuer bzw. für eine abzugsfähige Sonderausgabe bei der Arbeitnehmerveranlagung ein“, so Hagleitner. Das solle bei Eigentum sowie bei gemieteten Hauptwohnsitzen gelten. Das Zukunftsforum SHL ist ein branchenübergreifender Zusammenschluss von Österreichs Installateuren, des Heizungsgroßhandels sowie österreichischen Herstellern der Wärmebranche. (TT)


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