Frischluft für Kultur unter freiem Himmel in Innsbruck

Innsbrucks Kultursommer macht heuer verstärkt in den Stadtteilen Station.

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Präsentierten den „KulTOURsommer 2021“: Kulturstadträtin Uschi Schwarzl, Bernhard Vettorazzi (Innsbruck Marketing GmbH, 1.v.r.), David Prieth (stellvertretend für alle VeranstalterInnen, 2.v.l.) und Karl Gostner (Innsbruck Tourismus, 1.v.l.).
© Stadt Innsbruck

Innsbruck – Die Aufbruchsstimmung war bei Tirols Kulturveranstalter*innen schon in den vergangenen Tagen spürbar. In den Theatern wird wieder gespielt, in den meisten Kinos laufen wieder die Bilder, im Innsbrucker Treibhaus stehen Konzerte auf dem Programm und in der p.m.k. wird heute Abend erstmals wieder vor Publikum debattiert. Die gestern von der Bundesregierung angekündigten weiteren Lockerungen der Infektionsschutzmaßnahmen erlauben zudem die Aussicht auf einen Kultursommer, der wenigstens eine Ahnung althergebrachter Normalität zurückbringen dürfte.

In Innsbruck ist der gestern von Kulturstadträtin Uschi Schwarzl (Grüne), dem Stadtmarketing und dem Innsbruck Tourismus präsentierte sommerliche Veranstaltungsreigen heuer wortspielerisch mit „KulTOURsommer“ überschrieben. Damit soll ausgedrückt werden, dass auch neue Wege erschlossen werden sollen. Der Kultursommer werde heuer verstärkt in bislang selten bespielten Stadtteilen Station machen, kündigte Schwarzl an.

Neben etablierten Projekten – von den Festwochen der Alten Musik über das Corona-bedingt auf Anfang Juni verschobene Osterfestival bis zum Heart of Noise – gibt es heuer auch neue Formate. Unter dem Motto „Alles Gute“ etwa ist eine ganze Reihe von Konzerten, Workshops und Performances angekündigt, die vom 5. bis 29. August in ganz Innsbruck stattfinden werden. Ebenfalls neu ist das Projekt „HungerBurgTheater“, das erlebbar machen will, was sein Name verspricht: Theater auf der bislang bühnenlosen Hungerburg.

Alle Veranstaltungen des „KulTOURsommers“ sind unter www.kultur-sommer.at abrufbar. Die Liste wird laufend ergänzt. Aus naheliegenden Gründen liegt der Fokus heuer auf Veranstaltungen unter freiem Himmel. Um Kulturschaffenden den Neustart nach der neuerlichen mehrmonatigen Zwangspause zu erleichtern, hat die Bundesregierung das Förderprogramm „Frischluft – Kunst im Freien“ ausgeschrieben – die TT berichtete. Die Stadt Innsbruck orientiert sich daran. Anfang Juli wird es eine Sondersitzung des Kulturausschusses geben, bei der auch kurzfristig zur Unterstützung eingereichte Vorhaben diskutiert werden. (TT)


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