Born: Cupras Elektrowagen ist geboren

Mit dem Born will die sportliche Seat-Tochtermarke im aufkeimenden Elektroautomarkt kräftig mitmischen. Für Österreich gibt es eine eigens kreierte Alpha-Startversion.

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Kompakte Dimensionen und ein Hauch von SUV-Optik: der Born von Cupra, der gegen Ende des Jahres in den Handel gelangt.
© Cupra

Von Markus Höscheler

Barcelona, Wien – Vom Beiboot zur Speerspitze: Cupras Wandel innerhalb von Seat ist ein gewaltiger. Lange stand das Label für besonders sportlich ausgerichtete Fahrzeuge der iberischen VW-Tochter. Volumen war nicht das Ziel, lediglich Performance. Vor drei Jahren aber hat sich Cupra begonnen zu emanzipieren, gilt offiziell als Tochtermarke von Seat – bei genauem Hinsehen aber als ebenbürtig. Cupra erhält derzeit viel Aufmerksamkeit vom Management, außerdem leuchtet das Logo bei diversen öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen gleich groß neben dem Emblem von Seat.

Schon im vergangenen Jahr durfte Cupra etwas, was der übergeordneten Marke ganz offensichtlich verwehrt blieb: Cupra konnte ein eigenständig kreiertes SUV-Coupé, den Formentor, lancieren. Seat darf darauf nicht zurückgreifen. In diesem Jahr wiederholt Cupra den Coup, vergrößert ihn sogar: Das neue Liebkind bringt ein Elektrofahrzeug in den Handel, das auf dem neuen modularen Elektroantriebsbaukasten (MEB) des VW-Konzerns basiert. Seat selbst ist Gast auf der Tribüne, kann zusehen, wie Cupra mit dem Born, einem Cousin des VW ID.3, ins Rampenlicht fährt. Der 4,32 Meter lange, 1,81 Meter breite und 1,54 Meter hohe Kompaktwagen wird mit drei verschiedenen Akkugrößen und drei verschiedenen Leistungsstufen beworben. Die Basisausführung ist mit einem 45-kWh-Speicher (netto) bestückt. Darüber rangieren eine Version mit 58 Kilowattstunden und die Topvariante mit 77 Kilowattstunden. Die kann sogar eine Reichweite von bis zu 540 Kilometern in Aussicht stellen, während die beiden anderen mit 340 und 420 Kilometern konkurrieren. Den Born will Cupra mit Elektromotoren anbieten, die 150, 204 und 231 PS anbieten – die stärkste Variante beschleunigt in 2,6 Sekunden von null auf 50 km/h und in 6,6 Sekunden von null auf 100 km/h.

Mag der Born in puncto Leistungswerte und Abmessungen stark an den ID.3 von Volkswagen erinnern, geht er designmäßig andere Wege. Die auffallend gebogene Motorhaube mit dem prägnanten Cupra-Logo belegt dies ebenso wie der markant gezeichnete untere Lufteinlass oder die gewählten Farbkontraste auf den Felgen. Bei aller Sportlichkeit bürgen ein Radstand von 2,77 Meter und ein Kofferraum mit einem Stauvolumen von 385 Litern für angemessene Alltagstauglichkeit.

Und nun geht es um zwei weitere Coups, die Cupra in Österreich gelungen sind. Parallel zur Weltpremiere ist es dem Importeur gelungen, eines von nur zwei derzeit weltweit verfügbaren Exponaten nach Wien zur Präsentation zu bringen. Und: Für Österreich gibt es eine eigene Alpha-Startedition, die auf 1000 Stück limitiert ist und inklusive Förderungen ab 29.990 Euro angeboten wird. Den 204 PS starken Cupra Born Alpha lässt der Importeur mit dem mittleren Akku, Voll-LED-Scheinwerfern, 19-Zoll-Alufelgen (Copper), einem Fernlichtassistenten, einer Parkhilfe rundum samt Rückfahrkamera, einer adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage, einem 12-Zoll-Navigationssystem und einem beheizbaren Lenkrad bestücken. Dazu kommen abgedunkelte Scheiben ab der B-Säule, eine Full-Link-Smartphone-Anbindung, eine Zweizonen-Klimaautomatik und beheizbare Sportschalensitze (Seaqual Yarn).

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Das Prebooking-System ist bereits in Betrieb gegangen, gegen 100 Euro Gebühr lässt sich der Alpha reservieren. Seat&Cupra-Österreich-Chef Wolfgang Wurm rechnet noch heuer mit ersten Auslieferungen.


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