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Wölfe in Tirol: Auf der Alm geht die Angst um

Tirols Schaf- und Ziegenbauern blicken mit mulmigem Gefühl der Almsaison entgegen. Sie fordern einen Managementplan zum Schutz ihrer Tiere und die Entnahme von Problemwölfen.

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Die Angst um ihre Tiere trübt bei Tirols Schaf- und Ziegenbauern den Auftakt zur heurigen Almsaison.
© Böhm

Von Nikolaus Paumgartten

Innsbruck – Normalerweise ist der Auftakt zur Almsaison ein freudiges Ereignis. Doch heuer ist – wie schon zuletzt in den vergangenen Jahren – die Vorfreude getrübt, erklärt der Obmann des Tiroler Schafzuchtverbandes Michael Bacher: „Es schwingt viel Angst und Unsicherheit mit. Wir wissen einfach nicht, was uns diese Saison erwartet.“ Was den heimischen Schaf- und Ziegenbauern Kopfzerbrechen bereitet, ist die Aussicht auf eine weitere Almsaison mit regelmäßigen Wolfsmeldungen und Nutztierrissen. Die jüngsten Nachrichten von Wolfsspuren im Achenseegebiet, im Stubaital oder zuletzt im Wattental würden bereits einen entsprechenden Ausblick auf den heurigen Almsommer geben. Im vergangenen Jahr wurden in Tirol zehn verschiedene Wölfe nachgewiesen, 163 Schafe wurden von Wölfen getötet, 118 Schafe abgängig gemeldet.


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