„Es ist einfach alles besser als Stille im Stadion“

Siegen oder Fliegen: Im heutigen CEFL-Halbfinale (16 Uhr; Football-Zentrum) zählt für die Swarco Raiders gegen die Vikings nur der Erfolg.

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Revanche erwünscht: Die Raiders wollen den Football so oft wie möglich in die Endzone befördern.
© Mitteregger

Von Daniel Suckert

Innsbruck – Ob 20, 100 oder 350 – Raiders-Kapitän Adrian Platzgummer muss nicht lange überlegen, ob die Zahl der Zuschauer eine Rolle spielt: „Es ist einfach alles besser als Stille im Stadion. Wir wollen die 350 lautesten“, fügt der verletzte Wide Receiver lächelnd an. Der Innsbrucker wird beim mit Spannung erwarteten CEFL-Halbfinale zwar nicht auflaufen, am Spielfeldrand ist er trotzdem zu finden.

Denkt man an die Vienna Vikings, fallen einem unzählige Football-Duelle mit Tirol ein. In der heurigen Saison gab es dieses Aufeinandertreffen erst einmal. Und das endete mit einem doppelten K. o. für die heimischen Footballer. Man verlor in der Verlängerung und hatte jede Menge verletzte Leistungsträger zu beklagen.

Platzgummer: "Wir haben einen sehr guten Plan"

Dass es heute beim internationalen Schlager zwischen den zwei rot-weiß-roten Kalibern im Football-Zentrum hinter dem Tivoli-Stadion anders wird, daran glaubt Platzgummer felsenfest: „Wir haben einen sehr guten Plan und wissen vor allem, wer bei uns am Feld steht. In Wien waren auf einmal so viele verletzt, dass unser Plan gar nicht mehr zum Spielermaterial gepasst hat.“

Bei den Wienern hat man vor allem ein Auge auf Leon Balogh (D-Line). Mit der Nummer 84 der Vikings steht und fällt die Defensive-Qualität der Gäste. Platzgummer: „Ihn müssen wir aufhalten und unter Kontrolle bekommen. Dort, wo er sich positioniert, gibt es Probleme. Das ist einer der Schlüssel.“

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Und da wäre natürlich noch der Quarterback der Wiener: Eystin Salum. Beim US-Amerikaner fürchtet man nicht seinen Wurfarm, sondern seine Qualitäten als Läufer. „Wir müssen schauen, dass wir ihn zum Werfen zwingen, dann ist viel geschafft“, weiß der Kapitän der Raiders.

Wenn es das letzte Football-Spiel der Saison gewesen wäre, hätte ich es riskiert. Aber ich hoffe, dass ich nächste Woche zurück aufs Feld darf.
Adrian Platzgummer, Raiders-Footballer

Gespielt hätte der Bruder von NFL-Profi Sandro Platzgummer (New York Giants) natürlich gerne. Obwohl der Vorzeige-Athlet seiner Erholungszeit voraus ist, muss er sich noch gedulden: „Wenn es das letzte Football-Spiel der Saison gewesen wäre, hätte ich es riskiert. Aber ich hoffe, dass ich nächste Woche zurück aufs Feld darf.“ Mit oder ohne Schmerzen – das spielt für ihn keine Rolle. „Die Schmerzen werden erst nach der Saison weg sein.“

Darum kann man sich sicher sein, dass der Wide Receiver wahrscheinlich noch etwas lauter seine Teamkollegen von der Seitenlinie aus anfeuern wird. Schließlich will Platzgummer ins CEFL-Endspiel, um den Titel, wie 2019 schon, wieder nach Innsbruck zu holen.


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