Manchester City gegen Chelsea: Nicht nur in den Farben vereint

Wer setzt sich heute (21 Uhr, live Sky, DAZN) in Porto auf Europas Fußball-Thron? Manchester City mit Pep Guardiola oder der FC Chelsea mit Thomas Tuchel?

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Chelsea mit DFB-Nationalspieler Antonio Rüdiger zeigte sich zuletzt vor allem defensiv bärenstark, dafür hat ManCity den breiteren Kader. Auch der Spanier Ferran Torres ist ein hochkarätiger Joker.
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Porto – Ist das Finale der Champions League heute (21 Uhr, live Sky, DAZN) in Porto zwischen Manchester City und Chelsea wirklich ein englisches Duell? Die spezielle Note aus dem Fußball-Mutterland verblasst zumindest angesichts der Internationalität der beiden Clubs, die von zwei der finanzkräftigsten Investoren im Sport angetrieben werden: Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan aus Abu Dhabi beim Meister aus Manchester, der Russe Roman Abramowitsch bei den „Blues“.

Zum achten Mal stehen zwei Clubs aus einem Land im Endspiel, zum dritten Mal nach 2008 und 2019 zwei Engländer. Die Parallelen zwischen den beiden Finalisten enden aber nicht beim Herkunftsland oder bei der Grundfarbe Blau. So haben es in der langen Geschichte des britischen Fußballs beide erst relativ spät in den Kreis der großen Clubs geschafft. Genau genommen gelang das erst nach der Übernahme durch spendierfreudige ausländische Haupteigentümer.

⚽ Champions-League-Finale 2021

Manchester City – Chelsea 21.00 Uhr (live Sky und DAZN)

Estádio do Dragão, SR Lahoz/ESP.

Mögliche Aufstellungen:

  • ManCity: Ederson; Walker, Stones, Ruben Dias, Zinchenko; Bernardo Silva, Fernandinho, Gündogan; Mahrez, De Bruyne, Foden
  • Chelsea: E. Mendy; James, Thiago Silva, Rüdiger; Azpilicueta, Jorginh­o, Kante, Chilwell; Pulisic, Werner, Mount.

Wie die Marca vorrechnete, haben Scheich Mansour und Abramowitsch seit der Saison 2003/04, als der wirtschaftlich umtriebige Russe Chelsea erwarb, schon rund vier Milliarden Euro für Spieler ausgegeben. Die Herrscherfamilie aus dem Emirat Abu Dhabi stieg 2008 bei City ein, seitdem gab es fünf Premier-League-Titel. Im vorigen Jahrhundert gewannen die „Sky Blues“ lediglich 1936/37 und 1967/68 die englische Meisterschaft. Chelsea konnte vor der Abramowitsch-Ära nur 1954/55 über den Titel jubeln, seitdem klappte es ebenfalls fünfmal mit dem Liga-Triumph.

Vor allem City scheiterte in der Königsklasse bislang krachend und steht heuer erstmals im Finale, Chelsea hingegen schon zum dritten Mal. 2012 gewannen die Londoner gegen den FC Bayern das „Finale dahoam“, 2008 verlor man bei ManUnited.

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Tuchel erst mit PSG und jetzt mit Chelsea im Finale

Beide Teams werden darüber hinaus von wahrhaft Fußball-Besessenen gesteuert. City-Coach Pep Guardiola strebt seinen dritten Champions-League-Triumph an, nachdem er bereits zweimal mit dem FC Barcelona reüssiert hatte. Für Chelsea-Trainer Thomas Tuchel ist es das zweite Endspiel nach jenem im Vorjahr, das er mit Paris Saint-Germain gegen die Bayern verlor. „Wir sind da, um den Titel zu holen“, sagte der 47-jährige Deutsche.

© APA

Die jüngsten beiden Pflichtduelle gewann Chelsea, im Cup-Halbfinale und in der Premier League. City wurde trotzdem Meister, Chelsea Vierter. „Das gibt uns das nötige Vertrauen“, betonte Tuchel, der aber auch von einer „leichten Außenseiterrolle“ spricht. Guardiola zollte Tuchel großen Respekt. „Ich denke, er ist ein außergewöhnlicher Trainer“, sagte der Katalane. „Natürlich will ich gegen ihn gewinnen, so wie er auch gegen mich gewinnen will, denke ich.“

Die beiden Trainer sind gewiefte Taktiker und stehen auf gute Organisation, die mit einer stabilen Verankerung in der Abwehr beginnt. In der laufenden Champions-League-Saison haben sowohl ManCity als auch Chelsea nur vier Tore erhalten. Bei den Londonern ragt der brasilianische Routinier Thiago Silva heraus, bei den „Citizens“ der Portugiese Ruben Dias. Engländer in tragenden Rollen gibt es nicht viele. Bei Manchester sind es Raheem Sterling oder die Abwehrspieler John Stones und Kyle Walker, bei Chelsea Ben Chilwell oder Mason Mount.

In der Hafenmetropole fanden sich indes schon etliche englische Fans in himmel- oder royalblauen Trikots ein. Die UEFA und die lokalen Behörden erlauben heute 16.500 Zuschauer. (t.w., dpa)


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