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Tiroler Studenten in der Arktis: Viel mehr als nur Plastik sammeln im Schnee

Zwei Master-Studenten der Uni Innsbruck starten in diesen Tagen ihr Abenteuer in der Arktis. Zu Wasser und an Land gehen sie auf die Suche nach Mikroplastik.

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Freiluft-Labor: Eine Expedition mit Tiroler Beteiligung wird an Bord der „Pachamama“ Mikroplastik aus dem Meer fischen (links) und in der Artkis auch an Land gehen.
© LEDOUX, SCHWÖRER

Von Matthias Christler

Neben dem Weg auf eine Tiroler Alm liegt ein Plastiksackerl im Grünen, man nimmt es mit, steckt es in den Rucksack und verbessert die Welt ein klein wenig. Sebastian Pohl und Max Kortmann steigen auf einen Vulkan in der Arktis, sammeln dort mit einem speziellen Rucksack Mikroplastik-Artikel ein, sie segeln rund um die Arktis und fischen die Teilchen aus dem Meer – und sie wollen so Daten sammeln, damit wir alle besser mit unserer Welt umgehen. Das ist das Ziel ihrer „TOPtoTOP Arctic Research Expedition 2021“, die in wenigen Tagen starten soll.

Während im Moment viele Menschen sich nach Urlaub im Süden sehnen, suchen die beiden 29-jährigen Studenten der Universität Innsbruck (Master-Studium Ökologie und Biodiversität) das Abenteuer im hohen Norden. Für die Wahl-Tiroler nichts Ungewöhnliches. Kortmann kommt eigentlich aus Deutschland und war schon einmal Wandern in der Arktis. Pohl, der aus Niederösterreich stammt und seit zwei Jahren in Tirol lebt, ist zu einem Kraftwerk in Nepal gereist, das seine Tante vor 20 Jahren gebaut hat. Weltverbessern liegt wohl in der Familie. Und die Kälte liegt beiden. „Das Eis als Lebensraum für die Forschung hat mich angesprochen“, meint Pohl. Dem aber auch klar ist: „Urlaub wird das keiner.“


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