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Museumspodcasts aus Absam: Tollkühne Sportler und sittenwidriges Baden

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Eine Art Vorbote der Entwicklung an der Salzbergstraße in Eichat war die „Restauration Hallthalerhof“ (Bild von 1895).
© Archiv Gem.museum Absam

Absam – Alte Tiroler Karten wie jene von Carl Urban aus dem Jahr 1840 zeigen im Absamer Ortsteil Eichat vor allem eines: Wald. Noch auf der Alpenvereinskarte vom „Karwendelgebirge Mitte“ im Jahr 1935 ist vom „Absamer Aichat“ die Rede. Ist der heute dicht besiedelte Ortsteil Eichat, bekannt als Industriestandort mit Swarovski Optik und Montavit sowie als Bildungszentrum mit gleich vier Berufsschulen, also wirklich nur ein aus dem großen dunklen Wald in den letzten Jahrzehnten schrittweise herausgerodetes „geschichtsloses“ Neubaugebiet? Dieser Frage geht die neue Episode des Museumspodcasts aus Absam nach – mit überraschend vielfältigen, teils kuriosen historischen Einblicken. So zeigt sich etwa, dass Eichat sogar einmal „Avantgarde“ war – nämlich in Sachen PS-Sport: Ein Motor-Skijöring-Rennen Anfang Jänner 1927, das vom heutigen Linger-Kreisel durch den dichten Föhrenwald hinauf zum Hackl am Eingang des Halltals führte, zählte damals wohl zu den ersten derartigen Wettbewerben in Europa.

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Aber auch in viel weiter zurückliegenden Zeiten war immer wieder von Eichat die Rede. So haben die Erträge der dortigen Land- und Forstwirtschaft im 14. Jahrhundert zur Finanzierung des Haller Spitals beigetragen. Oder der Eichater „Bäderkrieg“ im Sommer 1931: Damals verbot der Absamer Gemeinderat einem Schwimmbadbetreiber den gemeinsamen (Familien-)Badebetrieb für Männer und Frauen, „aus Gründen der Sittlichkeit, Anständigkeit und Wohlerzogenheit“. Diese Entscheidung schlug Wellen bis nach Wien und Prag, mit einigem Hohn und Spott für die sittenstrengen Tiroler …

Nachzuhören ist die aktuelle Podcast-Episode auf www.absammuseum.at


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