Schlammschlacht eskaliert: Wacker-Vorstand beruft Geschäftsführer ab

Keine Ruhe beim FC Wacker Innsbruck: Die deutschen Wacker-Geschäftsführer verloren ihr Mandat nach kurzer Zeit wieder, Geld floss keines. Am Dienstag redet der Vorstand.

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Der Vereinsvorstand des Fußball-Traditionsvereins berief am Montag die Geschäftsführer Dennis Aogo, Jens Duve und Dennis Duve (v. l.) ab.
© FC Wacker Innsbruck GmbH

Innsbruck – Nächster Akt im Konflikt zwischen der Vereinsführung des FC Wacker und dem Investor: Am Montag wurde die erst kürzlich vom deutschen Investor Matthias Siems installierte Geschäftsführung der FC Wacker Innsbruck GmbH – Dennis Aogo, Jens Duve und Dennis Duve – vom Vereinsvorstand abberufen. Die Wacker-Verantwortlichen wollen sich am Dienstag bei einem Pressetermin zur Sache äußern, hieß es am Abend.

„Gestern um 18.39 Uhr wurden wir noch per Mail von Vizepräsident Dr. Thomas Kerle in das Vereinsheim 'zur Prüfung der Unterlagen' eingeladen. Der Termin kam nicht mehr zustande. Stattdessen wurde uns Montagvormittag die Abberufung mitgeteilt", teilte Dennis Aogo in einer Aussendung mit.

Vorausgegangen waren Vorwürfe der Schwarzgrünen, vereinbarte Zahlungen seien verspätet oder gar nicht geleistet worden – die TT berichtete. Dagegen hatten sich die nunmehr abberufenen Geschäftsführer in einer Presskonferenz gewehrt.

„Wenn es den Verdacht auf finanzielle Ungereimtheiten gibt, muss dem nachgegangen werden. Auf allen Ebenen und von externen Dritten. Das ist das Mindestmaß an professionellen Standards und Transparenz. Jeder, dem Wacker wichtig ist, will sicherlich Aufklärung über die Vorfälle. Für die GmbH hatten wir deshalb bereits einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer bestellt. Das haben wir auch für den Verein vorgeschlagen – schlicht um Klarheit zu bekommen", teilte Aogo am Montag mit.

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Der ehemaligen Geschäftsführung der FC Wacker Innsbruck GmbH sei keine weitere Begründung zur Abberufung mitgeteilt worden, hieß es abschließend in der Aussendung. Dennis Aogo: „Wir haben nur eine transparente und unabhängige Untersuchung gefordert – im Sinne des Vereins, mit allen Beteiligten. Dazu waren und sind wir nach wie vor vollumfänglich bereit. Schließlich geht es um Wacker. Um so überraschter sind wir über unsere plötzliche Abberufung." (TT.com)


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