Ölpreise stiegen vor OPEC-Sitzung: Brent über 70 US-Dollar

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Singapur – Die Ölpreise sind am Dienstag vor einer Zusammenkunft großer Förderländern gestiegen. In der Früh kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 70,08 US-Dollar (57,44 Euro). Das waren 76 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,22 Dollar auf 67,54 Dollar.

Am Dienstag beraten die Energieminister des Rohölverbunds OPEC+, zu dem neben den OPEC-Mitgliedern etwa auch Russland gehört, über ihre Förderpolitik. Es wird erwartet, dass die Politik einer schrittweisen Förderausweitung fortgesetzt wird. Konkret geht es um das Produktionsniveau ab Juli. Vor der Sitzung gab sich ein OPEC-Komitee zuversichtlich für die künftige Nachfrageentwicklung.

Der Verbund sieht sich derzeit mit gegensätzlichen Entwicklungen konfrontiert. Einerseits spricht die günstigere Coronalage in den USA, China und weiten Teilen Europas für eine höhere Erdölnachfrage. Andererseits kämpfen viele asiatische Länder und einige südamerikanische Staaten mit neuen Coronawellen. Hinzu kommt die Frage, wie sich die Atomverhandlungen mit Iran entwickeln. Davon hängt ab, ob das OPEC-Land weniger Sanktionen unterliegt und seine Ölexporte steigern kann. (dpa)

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