Reisebarrieren innerhalb Europas fallen, einige Auflagen bleiben

Tirols Touristiker freuen sich auf Gäste. Tausende Test-Kits für Urlauber vorrätig. Zumindest Bayern dürfte die Hoteltests gelten lassen.

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Das Reisen wird rechtzeitig vor dem langen Wochenende etwas leichter. Bis 1. Juli will die EU das „Grüne Zertifikat“ auf den Weg bringen. Allerdings können Nationalstaaten Auflagen erlassen.
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Innsbruck – Das Reisen innerhalb Europas wird rechtzeitig vor dem langen Wochenende und den nahenden Sommerferien etwas leichter. Viele Länder haben wie Österreich zuletzt ihre Einreisebeschränkungen gelockert. Dennoch gibt es fast in allen Staaten nach wie vor unterschiedliche Auflagen bei der Einreise, weshalb man sich vor dem Verreisen unbedingt über die Einreiseregelungen im jeweiligen Zielland informieren sollte. Geimpfte und Genesene genießen nur in einigen Ländern Vorteile.

In den meisten europäischen Ländern ist bei der Einreise ein negativer Corona-Test vorzuweisen – wie etwa in Italien. Dabei gibt es zahlreiche unterschiedliche Vorgaben über die Art des Tests – ob etwa nur PCR-Tests oder auch Antigen-Tests zugelassen sind – und die Dauer der Gültigkeit der Tests. Zusätzlich ist in vielen Ländern eine Registrierung vor Antritt der Reise verpflichtend. Auch das sollte in Italien berücksichtigt werden.

Nur in wenigen Ländern gilt nach wie vor eine zusätzliche Quarantänepflicht nach der Einreise oder sind touristische Einreisen gänzlich untersagt.

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In einigen Ländern sind vollständig geimpfte Personen mit einem entsprechenden Nachweis von den geltenden Auflagen befreit. Diese sind: Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Griechenland, Island, Kosovo, Kroatien, Litauen, Montenegro, Polen, Slowakei, Zypern und die portugiesischen Azoren sowie Madeira.

Zu beachten sind beim Verreisen nach wie vor auch die Regelungen bei der Rückkehr nach Österreich. Diese sind seit Dienstag erneut gelockert worden. Getestete, Geimpfte und Genesene können aus den meisten europäischen Ländern nun quarantänefrei einreisen.

Test-Kits für Touristen

In Tirol sind indes Hunderttausende Test-Kits für Touristen bei den Tourismusverbänden eingelangt. Alle 48 Stunden sollen sich Gäste vor einer Vertrauensperson aus dem Hotel testen lassen. Ob die Tests auch beim Grenzübertritt gelten, ist nach wie vor nicht ganz geklärt.

Aus dem Gesundheitsministerium in Wien heißt es, dass die Tests in der Hotellerie ein niederschwelliges Angebot seien. „Eine internationale Gültigkeit war dabei nicht vorgesehen.“ Tirols Tourismussprecher Mario Gerber hält das „für indiskutabel“. Es sei schlichtweg unmöglich, Tausende Gäste nur in Teststraßen abzufertigen. Bereits am Pfingstwochenende habe es teils lange Wartezeiten bei den Teststraßen gegeben. Aus Bayern, genauer von der dortigen Bundespolizeidirektion, habe man das Okay bekommen, dass die Tests aus den Hotels gültig seien, sagt Gerber.

„Wir kämpfen immer noch darum, dass Ärzte und Apotheker die Tests bei den Gästen machen können“, so Gerber. Es spieße sich bei der Abrechnung der Tests, der Kontrolle und auch bei der Übernahme der Kosten. Anders als in anderen Ländern zahlt in Österreich nicht der Gast den Test. (APA, aheu)


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