„Brüder“ verteilten 585.000 Euro an bedürftige Familien

Bruderschaft St. Christoph hat in Not geratene Familien unbürokratisch unterstützt.

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Der traditionelle Gottesdienst am Bruderschaftstag findet heuer erstmals nicht in St. Christoph (Bild), sondern in St. Anton statt.
© Schranz

St. Christoph am Arlberg – Wie alle karitativen Organisationen stand im Corona-Jahr 2020 auch die Bruderschaft St. Christoph mit Bruderschaftsmeister Adi Werner vor besonderen Herausforderungen. Bei Schatzmeisterin Gerda Werner und ihrem 18-köpfigen Bruderschaftsrat trafen 1342 Ansuchen um finanzielle Unterstützung ein, mehr als in früheren Jahren. Nach Prüfung der Ansuchen konnten 790 positiv erledigt werden: In Summe übergab die Bruderschaft 585.000 Euro an bedürftige Familien, Einzelpersonen, aber auch an die Caritas, Katastrophenhilfe sowie an Jugendvereine rund um den Arlberg.

Aufgrund der Pandemie mussten die Wohltäter vom Arlberg voriges Jahr alle offiziellen Termine wie den Bruderschaftstag in St. Christoph und die Bruderschaftstreffen absagen. Trotzdem registrierte die Vereinigung mehr als 100 neue Mitglieder, die sich über die Online-Plattform www.bruderschaft-st-christoph.org angemeldet haben. Fazit: Mit Jahresende 2020 sind es 22.847 Brüder und Schwestern aus 54 Ländern, die sich zu christlicher Nächstenliebe bekennen und offiziell im Bruderschaftsregister eingetragen sind, darunter zahlreiche prominente Mitglieder aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Kultur und Sport. Die Idee geht zurück auf das Jahr 1386, als Heinrich Findelkind (auch Heinrich von Kempten genannt) Geld sammelte, um am Arlbergpass ein Schutzhaus für in Not geratene Reisende bauen zu können.

Seit Gerda und Adi Werner die Bruderschaft 1964 übernommen haben, ist die Mitgliederzahl kräftig nach oben geklettert. Die Beiträge und Spenden (bisher rund 19 Mio. Euro) werden ohne jeden Abzug zugeteilt. Man hat sich bis 2024 zum Ziel gesetzt, das 25.000ste Mitglied aufzunehmen. Das 635-Jahr-Jubiläum wird am 11. Juli gefeiert, aufgrund von Bauarbeiten nicht in St. Christoph, sondern erstmals in St. Anton. (psch)


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