Plus

Auch Tiroler Landesvolksanwältin drängt auf Leerstands-Kampf

Pandemie führte 2020 zu Rückgang bei Beratungen und Beschwerden. Nachschärfungen bei 24-Stunden-Betreuung und Teilhabegesetz angeregt.

  • Artikel
  • Diskussion
Präsentierten den Jahresbericht: LT-Präsidentin Sonja Ledl-Rossmann (l.), Volksanwältin Marie Luise Berger.
© Land Tirol

Innsbruck – Über 5000 dürften es heuer schon wieder werden. Da ist sich Landesvolksanwältin Marie Luise Berger sicher. 2020, so ist im gestern präsentierten Jahresbericht festgehalten, schlugen sich verkehrsbeschränkende Pandemiemaßnahmen auch auf die Arbeit der Volksanwaltschaft (LVA) nieder. 4025 Personen wandten sich an die Beratungs- und Beschwerdestelle des Tiroler Landtages. Das waren um gut 1800 weniger als noch im Prä-Corona-Jahr 2019. Die Leute bevorzugen das persönliche Gespräch, begründet Berger. Doch durch Lockdown und Co. ließ sich das Prinzip der offenen Türe in der LVA nicht aufrecht halten. Teils suchte man nach Auswegen – und führte eben die Gespräche „vor der Türe“.

In nur gut 20 Prozent der Fälle ging es um konkrete Beschwerden. Ein abnehmender Trend, der bereits seit Jahren anhält, sagt Berger. Sozialrechtliche Probleme, Behindertenanliegen, Bau- und Raumordnung sowie Covid-19 führten die thematische Hitliste der Beratungen und Beschwerden an.


Kommentieren


Schlagworte