Stadt Innsbruck bekennt sich zur heimischen Clubkultur

Aufsperren im Juli? In der p.m.k denkt man ab Freitag über die Post-Corona-Zeit in den Clubs nach. Indes sendet die Stadt Signale der Unterstützung.

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Wann darf u. a. im Dachsbau aufgesperrt werden und wie? Über die neue Normalität in den Clubs denkt „Contrapunkt“ in der p.m.k nach.
© Neef

Innsbruck – Wann aufsperren und wie? Darüber macht sich die heimische Clubkultur schon seit über einem Jahr Gedanken: Mit März 2020 wurden die Clubs geschlossen, inzwischen steht die Hoffnung im Raum, im Juli wieder öffnen zu können. Am kommenden Wochenende wird im Rahmen von „Sperrstunde – Das Ende der Nacht“ in der p.m.k schon einmal laut über die Post-Corona-Zeit in der heimischen Nachtkultur nachgedacht.

Die Club Commission Innsbruck als Interessenvertretung der lokalen Szene konnte indes für ihre Lobbyarbeit einen wichtigen Erfolg verzeichnen. Bereits anlässlich des ersten Jahrestags des Club-Shutdowns im März 2021 forderte die Commission von der öffentlichen Hand ein Bekenntnis zur lokalen Clubkultur in Form eines Hilfspakets für die Lokale. 600.000 Euro als Sofort- bzw. Neustarthilfe waren gefordert, um besonders jene, die mit ihrem regelmäßigen, kuratierten Musikprogramm auch einen kulturellen Beitrag leisten, zu unterstützen. Stadt, Land, Bund und WKO sollten die Kosten zu gleichen Teilen tragen.

Zumindest der Innsbrucker Gemeinderat nahm einen entsprechenden Antrag vor wenigen Tagen einstimmig an – ein positives Signal und eindeutiges Bekenntnis zur Clubkultur, so die Club-Commission-Vertreter David Prieth (p.m.k) und Konrad Wolfgang (Dachsbau). Jetzt hoffe man auf zeitnahe Umsetzung des Vorhabens, sagt Prieth. Wie genau welche Unterstützung bei den Clubs ankommen werde, steht aber noch nicht fest, Gespräche mit Land und WKO laufen derzeit.

Was ein mögliches Aufsperren im Juli betrifft, warten Prieth und Wolfgang inzwischen eine rechtsverbindliche Grundlage vom Bund ab – noch herrscht Unsicherheit darüber, mit welchen Auflagen der Neustart in den Clubs schlussendlich gelingen soll. Diskutiert wird über die Post-Corona-Zeit schon einmal: Am Freitag und Samstag treffen Club Commission und die nationale IG Club Kultur zur „Contrapunkt“-Veranstaltung „Sperrstunde – das Ende der Nacht“ in der p.m.k auf Interessierte und Musikacts, um dort u. a. mit Theoretikern wie Kilian Jörg über den Club als sozialen Raum und die Auswirkungen der Pandemie zu debattieren. Corona-konform natürlich als Sitzveranstaltung. Beide Abende sind bereits ausverkauft. (bunt)


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