Noch keine Entwarnung: Weiter Cluster im Pitztal und Umhausen

Das Infektionsgeschehen im Pitztal ist weiter dynamisch. Auch in Umhausen gibt es noch keine Entwarnung. Die Ausreisetestpflicht ist noch bis 9. Juni aufrecht.

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Symbolfoto.
© ALBERTO PIZZOLI

Innsbruck – Österreichweit wurden am Feiertag 282 Neuinfektionen registriert, das lag um 99 Ansteckungen unter dem Schnitt von 381 in den vergangenen sieben Tagen lag. Tirol verzeichnete 59 neue Corona-Fälle, landesweit gesehen ist die Situation insgesamt stabil. Allerdings bleiben die Problemzonen im Pitztal und in Umhausen. In St. Leonhard sind 38 Personen Corona-positiv, in Wenns 23, in Arzl 18 und in Umhausen nach wie vor 29. Auch in Schmirn (21), wo die Bevölkerung gestern zu PCR-Gurgeltests aufgerufen ist, gibt es noch keine Entwarnung. Es sind einzelne Cluster, die für das „dynamische Infektionsgeschehen“ verantwortlich sind.

Positiv stimmen die aktuellen Werte des SARS-CoV-2-Abwasser-Monitorings Tirol. Sie sind weiterhin konstant niedrig. In den Auswertungen gibt es bei der Anzahl an SARS-CoV-2 ausscheidenden Personen keine signifikante Veränderung der Lage im Vergleich zur Vorwoche. Tirol befindet sich somit aktuell in der bisher längsten Phase mit derart geringen Belastungen seit Herbst 2020, wie das Land gestern mitteilte.

Trotzdem: Beinahe seismographisch werden die Entwicklungen im Oberland registriert, schließlich geben sie für den Krisenstab Aufschlüsse, worauf besonders zu achten ist. In der nächsten Woche am 10. Juni folgen die weiteren Öffnungsschritte, die Verordnung dazu wurde gestern bekannt. Sie enthält keine Überraschungen. Zu den Lockerungen gehören etwa die Ausweitung der Sperrstunde von 22 auf 24 Uhr, die Anhebung der Auslastung für Kultureinrichtungen von 50 auf 75 Prozent und die Aufhebung der Masken- und Abstandspflicht bei Zusammenkünften von bis zu acht Menschen.

Gerade das bereitet Sorgen. Der Umhausener Bürgermeister und ÖVP-Klubchef Jakob Wolf hofft allerdings, dass die Zahlen bis 9. Juni zurückgehen und die Ausreisetestpflicht nicht noch einmal verlängert werden muss. Dass es dauert, führt Wolf auf die Öffnungen zurück. „Das war vorher nicht der Fall, die Menschen wollen sich wieder treffen.“ Zu Clustern ist es in fast allen betroffenen Gemeinden im Umfeld von Gaststätten gekommen.

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„Sehr viele Menschen lassen sich testen, doch aufgrund der Umstände brauchen wir Geduld“, so Wolf. Das Land appelliert trotz fortschreitender Impfung deshalb, die Sicherheits- und Hygieneregeln unbedingt einzuhalten. (pn)


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