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Studie gegen den Transit-Wahn: Die Neuvermessung der Lkw-Lawine

Die schwarz-grüne Landesregierung hat eine neuerliche Güterverkehrserhebung in Auftrag gegeben. Damit werden auch die verschärften Lkw-Fahrverbote evaluiert. Die Ergebnisse sollen bis Jahresende vorliegen.

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Zurück zur alten Transitbelastung? Die Pandemie ließ den Schwerverkehr kurz einbrechen – inzwischen liegt die monatliche zahlenmäßige Belastung am Brennerkorridor nahe zu auf Vorkrisenniveau. Tendenz steigend.
© ZOOM.Tirol

Innsbruck – Sukzessive hat Tirol in den vergangenen Monaten das Fahrverbotsregime im Lkw-Transitverkehr angezogen. Bereits mit 1. Jänner 2020 trat das verschärfte sektorale Fahrverbot in Kraft (Ausdehnung auf weitere Güter; Ausnahmen nur noch für Lkw der Schadstoffklasse Euro 6d). Ein Jahr später, am 1. Jänner 2021, wurden auch das Euroklassenfahrverbot (Fahrverbot für Lkw der Klasse Euro 5) sowie das Nachtfahrverbot (Ende der Ausnahme für Lkw der Klasse Euro 6) adaptiert, die TT berichtete. Zudem wurden die Kontroll- sowie Blockabfertigungstage spürbar ausgedehnt. Allesamt „Notwehrmaßnahmen“, welche die schwarz-grüne Landesregierung ergreifen musste, um die Luftgüte weiter zu verbessern und die Verkehrssicherheit entlang des Brennerkorridors von Kufstein bis zum Brenner (Inntal- wie Brennerautobahn) aufrecht halten zu können. Umso energischer rief man damit aber (wieder) die Gegner auf den Plan. Allen voran die Handelskammer Bozen, das italienische Verkehrsministerium sowie Deutschland im Allgemeinen und Bayern im Speziellen. Da wurden neue Rechtsgutachten zur angeblichen EU-Widrigkeit der Tiroler Maßnahmen präsentiert, an italienisch-bayerischen Achsen geschmiedet und Klagsforderungen gegen Österreich in Brüssel erhoben.


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