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TT-Kommentar zur EM: Zurückhaltung bei der Zielsetzung

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Nach einer verpatzten EM 2016 gilt es nun die Kirche im Dorf zu lassen.
© APA/Robert Jaeger
Tobias Waidhofer

Kommentar

Von Tobias Waidhofer

Auch ÖFB-Präsident Leo Windtner sprach gestern bei der offiziellen Verabschiedung des österreichischen Fußball-Nationalteams noch einmal die Zielsetzung an: „Wir sind jetzt das dritte Mal bei einer Europameisterschaft dabei und wollen erstmals ins Achtelfinale. Mehr sagen wir noch nicht.“ Am Vortag hatte Sportdirektor Peter Schöttel gemeint: „Wir können eine gute Europameisterschaft spielen.“ Aber was ist eine gute Europameisterschaft?

Dass die Luft im europäischen Spitzenfußball auch auf Länderspiel-Ebene dünn ist, stellt keine Neuigkeit dar. Deswegen tun die ÖFB-Spitzen gut daran, die Kirche verbal im Dorf zu lassen. Denn was passiert, wenn man selbst vom „Geheimfavoriten-Status“ fantasiert, hat man bei der verpatzten EM 2016 gesehen. Schon allein die Teilnahme unter den 24 besten europäischen Teams als Erfolg zu verkaufen, funktioniert mit Blick auf den inzwischen doch breiten Spieler-Pool, aus dem Teamchef Franco Foda schöpfen kann, aber auch nicht mehr.


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