Tirols Bergführer wollen Verband neu aufstellen

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Innsbruck – Tirols Bergsportführerverband hat seit wenigen Tagen ein neues und erstmals gewähltes Präsidium. Einerseits wird damit für die rund 2500 Mitglieder – zu denen vom Wanderführer bis hin zum Bergführer mehrere Berufsgruppen zählen – eine neue Ära eingeläutet, andererseits gibt es bis dato ungelöste, schwerwiegende Unstimmigkeiten bei der Übergabe. Es geht um mangelnde Transparenz bei der Kassaführung. Die Finanzlage des Verbandes hat sich im Laufe der Jahre zwar gut entwickelt, es gibt aber offene Fragen und Aufklärungsbedarf der Altvorderen: „Es bestehen Altlasten und der alte Vorstand wurde nicht entlastet. Wir werden sicher noch eine Weile beschäftigt sein mit dem Sortieren und Strukturieren der Unterlagen. Wir wollen einen sauberen Re-Start und den Verband modern aufstellen“, erklärt Thomas Rabl, Bergführer und neuer Präsident des Verbandes. Man sei gerade am Abarbeiten der Unterlagen und werde „maximale Transparenz“ nach außen hin walten lassen, so Rabl. Schließlich gehe es hier um viele Mitgliederbeiträge und auch Gelder aus Kurseinnahmen (z. B. der Ausbildung zum Wanderführer).

Insgesamt gehe es ihm und seinem Team darum, das Berufsbild der Bergsportführer in eine moderne Zukunft zu lenken. Nicht zuletzt, weil der Bergsport und damit verbundene Aktivitäten in der Bevölkerung boomen – damit verbunden ist, dass auch die dazugehörigen Berufsgruppen wachsen. Deshalb braucht es auch eine ordentliche und moderne Aufstellung des Verbandes, man werde u. a. die Geschäftsstelle fix in Innsbruck – so wie im Bergsportführergesetz vorgesehen – samt einer Vollanstellung verlegen.

Das Thema ist für die Öffentlichkeit auch deshalb interessant, weil es sich bei dem Verband um eine Körperschaft öffentlichen Rechts handelt – Aufsichtsbehörde ist hiermit das Land Tirol. Bis dato habe es noch keinen Anlass gegeben, als Aufsichtsbehörde einzuschreiten, heißt es von der zuständigen Abteilung. Man sei von dem neuen Vorstand bislang nicht verständigt bzw. auch nicht dazu aufgefordert worden, sagt Susanne Jungmann-Karl als Vertreterin der zuständigen Behörde dazu. Ob es dazu kommt, wird sich für die neue Führung rund um Thomas Rabl in den nächsten Wochen zeigen. (lipi)

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