Park auf Stelzen: Eine grüne Insel für New York

Manhattan hat ein neues Wahrzeichen. An der Westküste wurde ein Park auf Stelzen in den Hudson River gebaut.

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Direkt neben „Little Island“ hat US-Künstler David Hammongs eine Stahl-Skultpur geschaffen.
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Nach jahrelangen Diskussionen, Verzögerungen und Kosten-Explosionen hat New York einen neuen Insel-Park. Hunderte Menschen strömen seit Ende Mai zu „Little Island“ an der Westküste Manhattans, einem auf Stelzen im Hudson River gebauten Park. Neben Blumen, Wiesen und Ausblicken auf die Skyline Manhattans bietet die Anlage auch Theateranlagen für Veranstaltungen unter freiem Himmel. Finanziert wurde der Bau von Medien-Mogul Barry Diller mit rund 260 Millionen Dollar (etwa 210 Millionen Euro).

An der Stelle von „Little Island“ lag einst der Pier 54, eine Anlegestelle für Ozeanriesen der britischen Schifffahrtsgesellschaft „Cunard-White Star“. 1912 legte hier die „Carpathia“ an, mit mehr als 700 geretteten Passagieren der gesunkenen „Titanic“ an Bord. 1915 legte von hier die „Lusitania“ ab, wenig später wurde sie vor der Südküste Irlands von einem deutschen U-Boot versenkt, knapp 1200 Menschen starben. Später verrostete der Pier, heute erinnert lediglich eine rostige Stahlstruktur mit der Aufschrift „Cunard White Star“ an die historische Bedeutung. Daneben stehen seit Kurzem Schilder mit der Aufschrift: „Welcome to Little Island“.

Schon an den ersten Tagen war der Park gut besucht.
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Medien-Mogul Diller – der mit seiner Ehefrau, der Star-Designerin Diane von Fürstenberg, bereits die Wiederbelebung der nahe gelegenen früheren Hochbahnlinie High Line finanziert hat – hatte schon vor mehreren Jahren angekündigt, an der Stelle des Piers einen Park bauen zu wollen. Mit Kosten in Höhe von rund 35 Millionen Dollar hatte er damals gerechnet, das Projekt trug den Arbeitstitel „Pier 55“, wurde aber von vielen Menschen auch als „Diller Island“ bespöttelt.

„Charmante“ Architektur

Die Anlage wurde auf 132 Beton-Pfeilern errichtet, die aussehen wie Tulpen.
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Aktivisten protestierten unter anderem aus Umweltschutzgründen und ästhetischen Bedenken, die Kosten stiegen – und Diller sagte das Projekt 2017 wieder ab. Erst nach Vermittlung von Gouverneur Andrew Cuomo rang sich Diller doch noch zu einem „letzten Versuch zur Wiederbelebung des Projekts“ durch. Zur Eröffnung bekam der Park nun größtenteils begeisterte Kritiken. Als „Charmeur“ bezeichnete der Architektur-Kritiker der New York Times, Michael Kimmelman, den Garten.

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Nur wenige Wochen zuvor hatte das gegenüber gelegene Whitney Museum bereits eine weitere Attraktion direkt daneben platziert: Eine Skulptur von US-Künstler David Hammons, die die Umrisse eines früheren Hafengebäudes mit Stahlstangen nachzeichnet. Die „Day’s End“ betitelte Stahl-Struktur soll von nun an permanent im Hudson River Park zu sehen sein. (APA, dpa)


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